Vor Rhön-Aufstockung
Asklepios erfüllt Auflage des Kartellamts

Die Aufstockung von Rhön-Klinikum-Anteilen schreitet bei Krankenhauskonzern Asklepios voran. Ein spezieller Manager soll helfen, die Auflagen des Kartellamts zu erfüllen und die Finanzierung einer Klinik zu sichern.
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FrankfurtDer Krankenhauskonzern Asklepios hat eine wichtige Voraussetzung für die geplante Aufstockung seiner Beteiligung am fränkischen Rivalen Rhön-Klinikum geschaffen. Wie vom Bundeskartellamt gefordert, bestellte Asklepios einen speziellen Manager, der dafür sorgen soll, dass die zu verkaufende Harzklinik Goslar einschließlich des Medizinischen Versorgungszentrums Harz unabhängig von Asklepios geführt wird. Zudem soll er die Aufteilung der Vermögensgegenstände beaufsichtigen und sicherstellen, dass Asklepios den Häusern genügend Geld für das weitere Überleben bereitstellt.

Das Bundeskartellamt hatte im März die Pläne von Asklepios unter Auflagen genehmigt, seine Beteiligung an Rhön-Klinikum auf über zehn Prozent zu erhöhen. Die Bonner Behörde fordert aber, dass Asklepios die Harzklinik und das Versorgungszentrum verkauft und einen Manager bestellt, der die Häuser bis zur Veräußerung überwachen soll.

Mit dem Ausbau der Rhön-Anteile auf über zehn Prozent könnte Asklepios einen Verkauf des Konkurrenten dauerhaft verhindern, da dort aktuell laut Satzung mehr als 90 Prozent Zustimmung für wichtige Entscheidungen gefordert sind. Asklepios-Eigner Bernard Broermann war 2012 bei Rhön eingestiegen und hatte damit die gut drei Milliarden Euro schwere Übernahme der fränkischen Klinikkette durch den Gesundheitskonzern Fresenius platzen lassen. Rhön und Fresenius wollen aber nicht klein beigeben und haben Beschwerde gegen die Entscheidung des Bundeskartellamts eingelegt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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