Vor Siemens-Hauptversammlung
Löscher nimmt Cromme und Ackermann in Schutz

Siemens -Chef Peter Löscher wendet sich entschieden gegen Forderungen von Aktionärsvertretern nach einem kompletten Neuanfang im Aufsichtsrat.

HB FRANKFURT/HAMBURG Die Kritik an den Kontrolleuren Gerhard Cromme und Josef Ackermann könne er "absolut nicht nachvollziehen", sagte Löscher der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Wenn ich heute die Möglichkeit habe, Siemens neu zu gestalten, dann ist das eindeutig, weil es Herrn Cromme und Herrn Ackermann gibt", zitiert das Blatt Löscher. "Wer hat den hier im Orkan Courage gezeigt? Wer hat mit ganzer Konsequenz die neue Linie veranlasst und ist ihr Garant?"

Aktionäre und Aktionärsschützer haben damit gedroht, auf der Siemens -Hauptversammlung wegen der Schmiergeldaffäre allen ehemaligen Vorständen und Aufsichtsräten die Entlastung zu verweigern. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" will der Siemens -Aufsichtsrat mit einem neuen Kompromissvorschlag am 24. Januar einen drohenden Eklat auf dem Aktionärstreffen vermeiden.

So wolle man zumindest drei ehemaligen Top-Managern die ursprünglich geplante Entlastung verweigern und auf das nächste Jahr verschieben. Dies betreffe den früheren Vorstandsvorsitzenden Klaus Kleinfeld, Ex-Personalvorstand Jürgen Radomski und den im Frühjahr 2007 ausgeschiedenen Aufsichtsratsvorsitzenden Heinrich von Pierer.

Im Interview mit der "FAS" bekräftigte Löscher seine Prognosen für Umsatz und Gewinn, und widersprach damit Spekulationen an der Börse: "Es gibt keine Gewinnwarnung". An der Einschätzung zum Geschäft habe sich nichts geändert: "Das brummt. Siemens strotzt vor Kraft", zitiert ihn das Blatt.

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