Voraussichtlich weitere Stellenstreichungen
Sanierungstempo bei Ford zieht an

Der neue Vorstandschef Alan Mulally ist noch keine Woche im Amt und schon zieht Ford das Sanierungstempo an. Das Programm, das mit massivem Stellenabbau verbunden ist, soll deutlich ausgebaut werden.

HB DEARBORN/USA. Der schwer angeschlagene US-Autobauer Ford will sein mit einem massivem Stellenabbau verbundenes Sanierungsprogramm offenbar deutlich beschleunigen. Ford verhandele mit der Autogewerkschaft UAW über eine Ausweitung von Abfindungen und Frühpensionierungen, hieß es in einer Mitteilung eines Gewerkschaftsführers, Tim Levandusky. Eine Ford-Sprecherin wollte einen entsprechenden Bericht in der „Detroit News“ nicht kommentieren. Ford verhandele mit der Gewerkschaft über verschiedene Themen, sagte sie lediglich.

Nach einem Verlust von 1,4 Mrd. Dollar (1,1 Mrd. Euro) im ersten Halbjahr hatte Ford bereits angekündigt, sein im Januar beschlossenes Sanierungsprogramm, das den Abbau von bis zu 30 000 Jobs und die Schließung von 14 Werken bis 2012 vorsieht, zu beschleunigen. Der neue Plan soll dem Verwaltungsrat am 14. September vorgestellt werden.

Erst Anfang der Woche hatte Ford den als Sanierer erfahrenen Boeing-Manager Alan Mulally an die Spitze des Unternehmens geholt. Der Urenkel des Firmengründers Henry Ford, Bill Ford trat nach fünf Jahren als Vorstandschef zurück. Bill Ford hatte in zwei Anläufen versucht, den zweitgrößten US-Autohersteller wieder auf die Erfolgsspur zu bringen. In der ersten Umstrukturierung wurden fünf Werke geschlossen und 35 000 Stellen gestrichen. Die Krise im nordamerikanischen Geschäft wurde damit aber nicht überwunden. Der zweite Plan wird seit sieben Monaten umgesetzt.

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