Vorbereitung auf möglichen Bankrott wohl im Gange
US-Autozulieferer sehen schwarz

Die US-Automobilzulieferer stellen sich auf eine weitere Zuspitzung der Lage ein und bereiten sich einem Zeitungsbericht zufolge auf mögliche Insolvenzverfahren vor.

HB NEW YORK. Nachdem die beiden großen US-Hersteller General Motors (GM) und Chrysler nur noch dank Staatskrediten am Leben erhalten werden und weitere staatliche Hilfen unsicher sind, hätte eine Reihe von Unternehmen der zweiten Reihe Berater verpflichtet, um die Überlebenschancen der Firmen zu sondieren, schreibt das Wall Street Journal (WSJ). So habe die ehemalige Ford-Tochter Visteon Experten mit der Prüfung eines möglichen Insolvenzverfahrens beauftragt, schreibt die Zeitung unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen. Die Beauftragung bedeute jedoch nicht, dass ein Bankrott direkt bevor stehe. Ein Unternehmenssprecher war der Zeitung gegenüber nicht zu einer Stellungnahme bereit.

Der finanziell etwas besser aufgestellte Wettbewerber Lear arbeite dagegen weiter an Restrukturierungsmaßnahmen und setze sich bei staatlichen Stellen dafür ein, Konzessionen für die Branche zu erwirken. Sollte die Autonachfrage weiter zurückgehen, befürchten viele Beobachter einen vollständigen Zusammenbruch des Industriezweigs und damit verheerende Auswirkungen auf Arbeitsplätze und die Gesamtwirtschaft. Neben den US-Herstellern wären auch deutsche oder japanische Hersteller betroffen, die große Produktionsstätten in den USA unterhalten. Bislang haben die US-Automobilhersteller von der Regierung Kreditzusagen von 17,4 Mrd. Dollar erhalten. Damit sind jedoch strenge Auflagen verbunden, durchgreifende Restrukturierungen anzugehen.

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