Vorbereitung des Börsengangs
VW trennt sich bis März von Europcar

Der Autokonzern Volkswagen hat nach Informationen aus Unternehmenskreisen die Trennung von seinem Autovermieter Europcar eingeleitet. Der Veräußerungsprozess soll nach Willen des Herstellers innerhalb der nächsten vier Monate über die Bühne gehen.

FRANKFURT/M. Mehr als zehn Finanzinvestoren, darunter Blackstone, Carlyle, Bain Capital und Merrill Lynch Global Private Equity, hätten großes Interesse an einem Erwerb von Europas größtem Autovermieter gezeigt, heißt es. Noch im Dezember plant der Autobauer eine erste Vorauswahl unter den Bietern. Parallel zum Verkaufsverfahren bereiten die Wolfsburger einen Börsengang für das Autovermietgeschäft vor. Damit soll der Druck auf die Kaufinteressenten erhöht werden, um mehr Geld in die Kasse zu bekommen. Ein VW-Sprecher wollte die Informationen nicht kommentieren.

VW eröffnete bereits vergangene Woche mit dem Versand von entsprechenden Memoranden an potenzielle Investoren den Verkaufsprozess. Der Autovermieter Sixt, die Nummer eins der Branche in Deutschland, befinde sich nicht unter den Interessenten, heißt es. Vorstandschef Erich Sixt sowie der Konkurrent Budget hätten bereits im Vorfeld abgewunken. Sollte sich VW für einen Gang auf das Parkett mit Europcar entscheiden, würde sich der Altaktionär allerdings nicht von der Mehrheit trennen, um später von möglichen Kurssteigerungen nach dem Start des Parketthandels zu profitieren. Mit einem Börsengang sei frühestens Mitte März zu rechnen. Da das Management von Europacar in Paris angesiedelt ist, sei dabei die Pariser Börse vor Frankfurt als möglicher Börsenplatz erste Wahl.

Der Verkauf der Autovermiettochter von VW kommt damit offenbar besser voran als zuletzt erwartet. Ende Oktober hatten Medienberichte für Unruhe gesorgt, dass VW die Interessenten für die profitable Tochter ausgingen. Doch insbesondere Private-Equity-Firmen wittern ein interessantes Investment, heißt es.

Der vergleichsweise hohe Kaufpreis, den der Autokonzern Ford jüngst für seinen Autovermieter Hertz erzielt habe, lasse VW auch für Europcar auf hohe Angebote hoffen. Ford hatte kürzlich Hertz für umgerechnet rund 4,5 Mrd. Dollar an ein Investment-Konsortium verkauft, das auch Schulden von gut 7,5 Mrd. Euro übernahm. Hertz setzt allerdings fast sechsmal so viel um wie Europcar.

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