Vorerst keine neuen Werke im Euro-Raum: BMW weitet die Produktion aus

Vorerst keine neuen Werke im Euro-Raum
BMW weitet die Produktion aus

BMW weitet im Zuge seiner Absatzrekorde die Produktion Schlag auf Schlag aus. Das neue Werk in Leipzig steht kurz vor dem Produktionsstart. Anfang Mai soll das modernste Automobilwerk in Europa offiziell eröffnet werden.

MÜNCHEN. „Es läuft alles nach Plan. Die ersten Fahrzeuge wurden schon gebaut. Wir werden am 1. März die Serienproduktion beginnen“, sagte der für die Produktion zuständige BMW-Vorstand Norbert Reithofer dem Handelsblatt. Schon am kommenden Mittwoch wird der Produktionschef die Erweiterung des Mini-Werkes im britischen Oxford bekannt geben. Das Werk platzt aus allen Nähten, nachdem der Kleinwagen 2004 im vierten Produktionsjahr noch einmal 4,5 Prozent auf 184 357 Stück zugelegt hatte. Ursprünglich war die Kapazität auf 100 000 Fahrzeuge ausgelegt.

Von den Kapazitätsengpässen der Bayern können Massenhersteller wie Opel, aber auch der Erzrivale in Stuttgart nur träumen. Ende vergangener Woche meldete Mercedes, dass der Gewinn der Marke 2004 bei stagnierendem Umsatz 1,4 Mrd. Euro niedriger ausgefallen ist. Und die Schere scheint sich weiter zu öffnen. Während BMW im Januar 10 Prozent mehr Autos verkaufte, brach der Mercedes-Absatz um 12 Prozent ein.

Überlegungen wie bei Mercedes Mitte vergangenen Jahres, aus Kostengründen Produktion ins Ausland zu verlagern, sind in München tabu. „Nur wegen der Kosten zu verlagern, rechnet sich nicht“, sagte Reithofer. Der enge Verbund der Werke biete wesentliche Vorteile in der Flexibilität. „Der deutsche Werkverbund ist das Rückgrat von BMW“, betonte Reithofer. „Mehrere Modelle an einem Band bauen zu können, ist der große Wettbewerbsvorteil von BMW“, bestätigt Analyst Georg Stürzer von der Hypo-Vereinsbank. Der Autobauer eilte in den vergangenen Jahren von Rekord zu Rekord und baute die Palette von drei auf zehn Modellreihen aus. 2004 verkaufte der Konzern erstmals mehr als eine Million BMW-Modelle.

Probleme bereitet derzeit aber der hohe Dollar-Kurs. Autoanalyst Stürzer erwartet sogar, dass in diesem Jahr der BMW-Gewinn nicht steigt, weil der niedrige Dollar-Kurs das Gewinnwachstum auffressen wird. Die Forderung von Analysten, BMW solle deshalb mehr in den USA produzieren, lässt Reithofer so nicht gelten. Zölle seien außer Devisenkursen auch ein wichtiger Faktor. Beispielsweise koste ein in den USA produziertes Fahrzeug zehn Prozent Einfuhrzoll in die EU. Während anders herum in den USA nur 2,5 Prozent Einfuhrzoll fällig werden.

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