Vorgehen der Justiz
Chronik: Der Fall Yukos

Ein Jahr lang war Yukos im Visier von Justiz und Politik. Nun steht der russische Ölkonzern Yukos vor dem Aus. Lesen Sie hier noch einmal eine kurze Chronologie:

19. Februar 2003: Yukos-Konzernchef Michail Chodorkowski kritisiert im Kreml Korruption unter Beamten. Präsident Wladimir Putin fragt im Gegenzug, ob Chodorkowski Probleme mit den Steuerbehörden habe.

2. Juli 2003: Der Chef des Yukos-Mehrheitseigners Menatep, Platon Lebedjew, wird verhaftet. Ihm werden Betrugsdelikte zur Last gelegt. Menatep gehört mehrheitlich Chodorkowski.

25. Oktober 2003: Chodorkowski wird verhaftet. Vorwurf: Betrugsdelikte und Bildung einer kriminellen Vereinigung.

30. Oktober 2003: Die Generalstaatsanwaltschaft beschlagnahmt mehr als 50 % der Yukos-Aktien.

03. November 2003: Chodorkowski tritt als Yukos-Vorstandschef zurück.

14. April 2004: Die Steuerbehörden verlangen für das Jahr 2000 Nachzahlungen in Höhe von umgerechnet 2,8 Mrd. €.

26. Mai 2004: Erstes Urteil gegen Yukos. Schiedsgericht verpflichtet Konzern zur Zahlung der Milliardensumme.

16. Juni 2004: Beginn des Strafprozesses gegen Chodorkowski und Lebedjew.

17. Juni 2004: Putin bestreitet Interesse an Yukos-Pleite. Putin: „Die Regierung bemüht sich so zu handeln, dass das Unternehmen nicht ruiniert wird.“ Das letzte Wort hätten aber die Gerichte.

29. Juni 2004: Yukos scheitert in der Berufung. Steuerurteil über 2,8 Mrd. € ist rechtskräftig.

01. Juli 2004: Gerichtsvollzieher dringen in Yukos-Hauptzentrale in Moskau ein. Geschäftskonten werden gesperrt. Steuerbehörden stellen Nachforderungen auch für 2001 in Höhe von ebenfalls 2,8 Mrd. €. Analysten: Damit ist Yukos praktisch pleite.

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