Vorläufige Zahlen für 2006/07
Porsche erreicht neue Bestmarken

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2006/07 hat Porsche sowohl Umsatz als auch Absatz erneut gesteigert und neue Höchstmarken erreicht. Auch auf das laufende Geschäftsjahr blickt der Stuttgarter Sportwagenbauer zuversichtlich. Der Modellwechsel beim Geländewagen Cayenne hat jedoch Spuren in der Bilanz hinterlassen.

HB FRANKFURT. Nach vorläufigen Berechnungen seien die Erlöse um 3,4 Prozent auf rund 7,4 Mrd. Euro geklettert, teilte das Unternehmen am Dienstag auf der Automesse IAA in Frankfurt mit. Der Absatz legte um 0,7 Prozent auf fast 100 000 Fahrzeuge zu.

Für das Geschäftsjahr 2007/08 zeigte sich das Unternehmen zuversichtlich, beim Absatz an das Rekordniveau des abgelaufenen Geschäftsjahres anknüpfen zu können. Den nächsten großen Wachstumsschub erwartet Porsche erst mit der Markteinführung des viertürigen, viersitzigen Gran Turismo Panamera im Jahr 2009.

Porsche hat auf Grund des Modellwechsels bei seinem Geländewagen Cayenne den Absatz 2006/07 allerdings nur geringfügig gesteigert. Mit 97 515 weltweit ausgelieferten Autos legten die Verkaufszahlen in dem im Juli zu Ende gegangenen Geschäftsjahr um 0,7 Prozent zum Vorjahr zu, wie Porsche mitteilte.

Die wegen des Modellwechsels geschrumpfte Nachfrage nach dem Verkaufsschlager Cayenne wurde von einer lebhaften Nachfrage nach Sportwagen kompensiert. Zudem verkaufte der Stuttgarter Autobauer mehr teure Modelle mit PS-starken Motoren und hohem Schadstoffausstoß. Der Umsatz nahm trotz Absatzstagnation 2006/07 um 3,4 Prozent auf 7,4 Mrd. Euro zu.

Porsche-Vorstandschef Wendelin Wiedeking bekräftigte, das seit Jahren von Rekordgewinn zu Rekordgewinn eilende Unternehmen habe in der zurückliegenden Finanzperiode beim Ergebnis erneut „einen sehr deutlichen Ausreißer nach oben“ gemacht. Dazu trug vor allem die aufgestockte Beteiligung an Europas größtem Fahrzeughersteller Volkswagen bei, bei dem Porsche mittlerweile knapp 31 Prozent der Stimmrechte kontrolliert. Die VW-Aktie hat sich seit dem Porsche-Einstieg deutlich verteuert. Details zum Ergebnis will Porsche erst gegen Jahresende bekanntgeben. Zuletzt hatte das Unternehmen 2,1 Mrd. Euro vor Steuern verdient.

Seine weiteren Absichten bei VW wollte Wiedeking nicht preisgeben. Porsche habe sich Optionen zum Erwerb zusätzlicher VW-Anteile gesichert, wiederholte der Manager frühere Aussagen. Den Umfang dieser Optionsgeschäfte nannte er nicht.

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