Vorsicht wächst
Grammer mit sinkendem Betriebsgewinn

Im zweiten Quartal hat der Fahrzeugzulieferer Grammer weniger Betriebsgewinn erzielt. Das Unternehmen erreichte acht Prozent weniger Umsatz als im letzten Quartal. Für Belastungen sorgte der Ankauf neuer Lkw-Sitze.
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MünchenDer Fahrzeugzulieferer Grammer hat im zweiten Quartal weniger Betriebsgewinn erzielt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) ging auf 23,8 Millionen Euro zurück, das sind acht Prozent weniger als vor einem Jahr, wie das Unternehmen aus Amberg am Mittwoch mitteilte. Kosten für den Anlauf der neuen Lkw-Sitze sowie der überraschende Markteinbruch in Brasilien hätten für Belastungen gesorgt. Unterm Strich steigerte Grammer den Gewinn um 29 Prozent auf 12,4 Millionen Euro. Der Umsatz zog um fünf Prozent auf 287,6 Millionen Euro an. Neben neuen Produkten hätten dazu die weiter hohe Nachfrage von Herstellern von Land- und Baumaschinen sowie von Oberklasse-Autobauern beigetragen. Weil diese ihre teuren Limousinen vor allem in den USA und China verkauften, konnten Rückgänge im von der Schuldenkrise geplagten Europa ausgeglichen werden.

Für 2012 rechnet Grammer weiter mit Zuwächsen bei Umsatz und Ertrag sowie Aufträgen mindestens auf dem Vorjahresniveau. Allerdings wächst bei den Oberpfälzern wie bei vielen Unternehmen aus der Autobranche die Vorsicht: Die konjunkturellen Entwicklungen in Europa, China und Brasilien müssten genau beobachtet werden, weil eine Verschlechterung die Ertragslage von Grammer belasten könnte, hieß es. (Reporter: Irene

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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