Vorsichtige Prognose für 2006
Auslandsmärkte sichern Altria Wachstum

Der US-Tabak- und Lebensmittelkonzern Altria hat im vierten Quartal 2005 seinen Gewinn gesteigert. Für 2006 rechnet das Unternehmen aber unter anderem wegen Restrukturierungskosten für Kraft Foods mit einen Ergebnisrückgang.

HB CHICAGO. Der Gewinn sei auf 2,29 Mrd. Dollar (+17,6 Prozent zum Vorquartal) von 1,95 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum gestiegen, teilte die Muttergesellschaft von Philip Morris und Kraft Foods am Dienstag mit. Das entspricht einem Ergebnis pro Aktie von 1,09 Dollar nach 0,94 Dollar. Vor Sonderposten lag der Gewinn bei 1,17 Dollar je Aktie. Damit traf Altria die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten. Der Quartalsumsatz legte um 9,4 Prozent auf 24,5 Mrd. Dollar zu.

Im Gesamtjahr erwirtschaftete das Unternehmen damit einen Gewinn von 10,4 Mrd. Dollar oder 5,10 Dollar je Anteilsschein. Analysten hatten zuletzt im Schnitt mit 5,48 Dollar vor Einmalposten gerechnet. Der Umsatz erhöhte sich um 9,2 Prozent auf 97,9 Mrd. Dollar. Dabei steigerte Altria mit der amerikanischen Zigarettentochter Philip Morris USA den Umsatz nur um 3,6 Prozent auf 18,1 Mrd. Dollar. Die ausländische Zigarettensparte Philip Morris International steigerte hingegen ihren Umsatz kräftig um 14,5 Prozent auf 45,3 Mrd. Dollar. Das Zigarettengeschäft in Deutschland war schwächer.

Altria verkaufte in den USA 185,5 Mrd. Zigaretten oder 0,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Dagegen erhöhte sich der Zigarettenabsatz im Ausland um 5,7 Prozent auf 804,5 Mrd. Stück. Altria legte in vielen Auslandmärkten kräftig zu. Es gab allerdings in der EU einen Absatzrückgang von 2,7 Prozent, der vor allem auf Deutschland zurückzuführen gewesen sei. Die mit Abstand wichtigste Zigarettenmarke der Gesellschaft ist Marlboro.

Wachstumstreiber für Altria war auch im abgelaufenen Quartal den Angaben nach das internationale Geschäft von Philip Morris. Das US-Geschäft von Philip Morris dagegen geriet wegen einer sinkenden Nachfrage unter Druck geriet. Kraft Foods machten unter anderem die höheren Energiekosten zu schaffen, wie das Unternehmen mitteilte.

Für 2006 erwartet der Konzern im fortgeführten Geschäft nur noch ein Ergebnis pro Aktie zwischen 4,85 Dollar und 4,95 Dollar. In der Prognose berücksichtigte Altria Restrukturierungskosten für Kraft. Am Montag hatte Kraft ein Gewinnplus ausgewiesen und angekündigt, bis zu 8000 Arbeitsplätze zu streichen und bis zu 20 Fabriken zu schließen. Zudem werden Altria zufolge der höhere Dollar-Kurs und die fallenden Tabak-Preise in Spanien das Ergebnis belasten.

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