Vorstand: 60 Euro je Aktie ist ein angemessener Preis
Heidelberg-Cement bewertet Übernahmeangebot von Spohn als fair

Vorstand und Aufsichtsrat von Heidelberg-Cement haben die Übernahmeofferte von Spohn Cement als fair bewertet. Sie empfahlen den Aktionären allerdings nicht explizit, das Kaufangebot für Papiere von Deutschlands größtem Zementhersteller anzunehmen.

HB HEIDELBERG. „Jeder Heidelberg-Cement-Aktionär muss (...) seine eigene Entscheidung darüber treffen, ob und für wieviele Aktien er das Angebot annimmt“, teilte der Vorstand von Heidelberg-Cement am Montag mit. Das Gremium ließ allerdings verlauten, es halte den Angebotspreis in Höhe von 60 Euro je Aktie für angemessen. Zu dieser Würdigung sei auch die Investmentbank Goldman Sachs gekommen, die mit der Prüfung der Angemessenheit des Kaufpreises beauftragt wurde. Der Aufsichtsrat schloss sich der Stellungnahme des Vorstandes weitgehend an.

Die vom Heidelberg-Cement-Großaktionär Adolf Merckle kontrollierte Vermögensgesellschaft Spohn Cement bietet allen Heidelberg-Cement-Aktionären 60 Euro je Aktie. Die Offerte läuft bis zum 12. August. Die Bietergesellschaft Spohn Cement will die rund 5,8 Milliarden Euro teuere Übernahme vor allem durch künftige Dividendenerträge des Branchenführers finanzieren. Spohn hielt zuletzt direkt und indirekt bereits mehr als 30 Prozent des Kapitals und strebt eine Mehrheit an.

„Der Angebotspreis enthält eine Prämie von 23,7 Prozent gegenüber dem durchschnittlichen Börsenkurs der Heidelberg-Cement-Aktie während der letzten drei Monate vor Veröffentlichung des Übernahmeangebots“, teilte der Vorstand weiter mit. Er empfehle den Aktionären, neben einer Annahme des Angebots auch die Veräußerung ihrer Aktien über die Börse zu prüfen. „Der Vorstand begrüßt insbesondere, dass von der Bieterin keine Maßnahmen vorgesehen sind, die die selbstständige Entwicklung beschränken würden“, erklärte das Führungsgremium.

Der Aufsichtsrat, in dem auch Merckle vertreten ist, teilte mit, es könne nicht ausgeschlossen werden, dass eine Unternehmensbewertung zu dem Ergebnis komme, dass der Angebotspreis nicht den vollen Wert der Heidelberg-Cement-Aktie reflektiere.

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