Vorstandschef Müller will die deutschen Kraftwerke der Töchter Steag und Saarberg zusammenfassen
Neue Struktur der RAG steht im Frühjahr

Vorstandschef Werner Müller will in den kommenden Monaten eine Veräußerung der im Besitz befindlichen ausländischen Bergwerke der RAG prüfen. „Die endgültige Struktur wird erst im Frühjahr stehen“, sagte Müller nach einer Sitzung des Aufsichtsrates.

juf ESSEN. Müller will Außerdem werde die ehemalige Ruhrkohle mit mehreren Bietern über einen Verkauf der Töchter Steag und Saarberg verhandeln. Müller machte aber keinen Hehl daraus, dass er gerne einen Teil der beiden Unternehmen behalten würde: die deutschen Kraftwerke.

Hintergrund des Umbaus ist die Übernahme der Degussa AG. Von der Kaufsumme für den Chemiekonzern sind rund 2 Mrd. Euro über einen Kredit finanziert, der 2004 durch Verkäufe von Töchtern abgelöst werden soll. Müller stellte aber klar: „Wir müssen das nicht zwingend tun, es empfiehlt sich nur.“

Im März hatte die RAG unter ihrem damaligen Chef Karl Starzacher eine Reihe von Unternehmen identifiziert, die der Konzern zu Geld machen könnte – unter anderem den Kraftwerksbauer- und betreiber Steag sowie die Strom- und Gasgesellschaft Saarberg. Müller, der sein Amt im Juni antrat, hat aber jetzt eine andere Finanzquelle ausgemacht: den Auslandsbergbau mit 16 Bergwerken in Australien, den USA und Venezuela. „Die aktuelle Marktsituation ist günstig, diesen ertragsstarken Geschäftsbereich zum jetzigen Zeitpunkt zu veräußern“, sagte Müller.

Rund 500 Mill. Euro netto erhofft sich die RAG. Mit einem Teil des Erlöses sollen zwar die Sparten Bergbautechnik und internationaler Kohlehandel gestärkt werden. Der Verkauf würde aber auch den Druck verringern, Steag und Saarberg abzustoßen. „Die Option zur Abgabe des Auslandsbergbaus erweitert unsere Handlungs- und Verhandlungsspielräume im weiteren Desinvestitionsprozess“, betonte Müller. Die RAG könnte Teile der Töchter behalten.



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