Vorwürfe des Insiderhandels
EADS sagt Managern Unterstützung zu

Der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS hat seine Manager im Zusammenhang mit der Beschuldigung des Insiderhandels verteidigt. Im Oktober hatte die französische Börsenaufsicht (AMF) schwere Vorwürfe gegen die Führungsetagen von EADS erhoben. Doch neue Beweise sprechen gegen die Führungsmannschaft. Auch der Großauftrag für US-Tankflugzeuge steht auf dem Spiel.

HB PARIS. Das Unternehmen werde seine Manager unterstützen, erklärte EADS -Chef Louis Gallois am Dienstag. Der Konzern werde belegen, dass er immer höchste Standards bei der Kommunikation mit den Märkten eingehalten habe.

Die französische Börsenaufsicht AMF hatte kurz zuvor mitgeteilt, Beweise für Insiderhandel beim EADS gefunden zu haben. Außerdem habe EADS den Märkten irreführende Informationen zukommen lassen.

Die Affäre könnten den Großauftrag für US-Tankflugzeuge gefärden. Die Auftragsvergabe an Northrop-Grumman und EADS fechtet Verlierer Boeing gerichtlich an. Auch die deutsch-französische Balance bei EADS könnte jetzt, da sich die Vorwürfe gegen aktive Top-Manager erhärten haben, in Schieflage geraten. Daher warnte EADS-Chef Louis Gallois die AMF bereits in einem Figaro-Interview: „Das Collège wird sich über sehr komplexe Fragen äußern müssen, die sehr schwere Folgen für EADS haben werden.“

18 Monate lang untersuchte die AMF den Aktienhandel von Managern und Großaktionären vor Bekanntwerden von Verzögerungen beim Bau des Superjumbos A380 der EADS -Tochter Airbus im Juni 2006.

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