Vorwürfe gegen Aluminiumhersteller
EU eröffnet Verfahren gegen Alcan

Dem Aluminiumhersteller Alcan muss in einem Missbrauchsverfahren der Europäischen Union beweisen, dass er seine Technologieführerschaft beim schmelzen von Aluminium nicht wettbewerbsschädlich missbraucht hat. Gelingt das nicht, droht dem Unternehmen ein Bußgeld von bis zu zehn Prozent eines Jahresumsatzes.

HB BRÜSSEL. Die EU-Kommission hat ein Missbrauchsverfahren gegen den kanadischen Alumiumhersteller Alcan wegen angeblicher Ausnutzung seiner marktbeherrschenden Stellung eröffnet. Das zum Bergbaukonzern Rio Tinto gehörende Unternehmen habe möglicherweise EU-Wettbewerbsregeln gebrochen, teilte die EU-Kommission am Freitagabend in Brüssel mit.

Alcan soll den Verkauf seiner führenden Technologie für das Schmelzen von Alumium mit dem Angebot entsprechender technischer Ausrüstung in ungerechtfertiger Weise gekoppelt haben. Das könne die Innovation in der Branche vermindern und sich negativ auf die Alumimiumpreise niederschlagen, schrieben die Wettbewerbshüter. Falls sie ihre Vorwürfe in dem nun laufenden Verfahren beweisen können, droht dem Konzern ein Bußgeld von bis zu zehn Prozent eines Jahresumsatzes.

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