Vorwürfe wegen Fahrlässigkeit
Peinliche Ermittlungen gegen Toyota

Der weltweit zweitgrößte Automobilkonzern Toyota sieht sich in Japan imageschädigenden Polizeiermittlungen wegen Fahrlässigkeit ausgesetzt. Die Toyota Motor Corp. bestreitet die Vorwürfe.

bas TOKIO. Die Polizei im südjapanischen Kumamoto ermittelt gegen drei Beschäftigte des Automobilkonzern Toyota wegen Fahrlässigkeit. Sie wirft ihnen vor, einen Rückruf wegen Qualitätsmängeln insgesamt acht Jahre verzögert zu haben.

Die Toyota Motor Corp. bestreitet die Vorwürfe: „Wir sind davon überzeugt, dass sich die drei betroffenen Personen richtig verhalten haben.“ Dennoch übergab die Polizei den Fall an die Staatsanwaltschaft. Toyotas Aktienkurs sank gestern um 1,3 Prozent, damit aber weniger stark als der Gesamtmarkt.

In dem Fall der Ermittlungen geht es um den Pickup-Geländewagen Hilux und den Geländewagen Hilux Surf. Wegen eines Bauteils im Steuersystem rief Toyota die Modelle im Oktober 2004 in Japan in die Werkstätten zurück. Im Ausland folgte der Rückruf erst im September des darauf folgend Jahres. Die Polizei sagt, der Rückruf hätte früher erfolgen müssen, womit ein Unfall in Japan im Jahr 2004 hätte vermieden werden können. Auf dem deutschen Markt waren knapp 13 000 Hilux-Pickup-Geländewagen von dem Rückruf betroffen. In den vergangenen beiden Jahren hat Toyota jeweils knapp 1,9 Millionen Fahrzeuge zurückgerufen.

Am Mittwoch bestätigte der Fahrzeughersteller zudem, weltweit mehr als 380 000 Autos wegen defekter Teppichbefestigungen in die Werkstätten zurückrufen zu müssen. Es bestehe die Gefahr, dass sich die Befestigungsstopfen lösen und in die Pedale geraten könnten. Betroffen ist das Premiummodell Lexus RX sowie der Toyota-Geländewagen Highlander. Die mit Abstand meisten Fahrzeuge der Baujahre 2003 bis 2005 wurden in den USA verkauft. In Deutschland müssen insgesamt 2 729 Lexus in die Werkstatt.

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