Vorwurf der Verletzung von Abkommen
Arbeiter drohen mit Streik bei VW Brasilien

Tausende von Arbeitern haben in Brasilien mit einem ersten zweistündigen Ausstand und mit Streikdrohungen auf beträchtliche Personalreduzierungen bei Volkswagen reagiert.

HB/dpa RIO DE JANEIRO. Rund 4 000 Arbeiter der Fabrik des deutschen Autoherstellers in Taubaté im Bundesland Sao Paulo hätten auf einer Versammlung am Donnerstagabend mit einem unbefristeten Streik ab Montag gedroht, berichteten Medien am Freitag. „Wir werden mit all unseren Mitteln reagieren“, sagte der regionale Chef der Metallgewerkschaft, José López Feijó.

Am Donnerstag hatte VW do Brasil 2010 Arbeitern in Taubaté und 1923 in der Fabrik in Sao Bernardo, ebenfalls im Land Sao Paulo, Kündigungen des derzeitigen Arbeitsverhältnisses zum 1. September geschickt. Die Gewerkschaften werfen VW eine Verletzung von Abkommen über Arbeitsplatzsicherung vor.

Das Unternehmen entgegnet, dass es sich nicht um Entlassungen handele. Die „überschüssigen“ 3 933 von insgesamt 24 800 VW-Arbeitern sollen laut VW in eine nach dem Vorbild der Autovision in Wolfsburg neu zu gründende Gesellschaft übergeführt werden. Sie würden weiter Gehalt beziehen und bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz unterstützt werden.

Die brasilianische Autoindustrie macht eine schwere Krise durch. Der Absatz fiel in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres um 8,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

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