VW-Absatz in Europa
Abgas-Skandal schreckt Kunden ab

In Europa werden wieder mehr Autos verkauft, doch VW kann davon nicht profitieren. Der Autobauer muss wegen des Abgasskandals Millionen Autos zurückrufen. Positive Nachrichten kommen jedoch aus Deutschland.

New YorkDer Skandal um Abgasmanipulationen bei Volkswagen verunsichert die Kunden. Während sich die Absatzzahlen auf den fünf größten Märkten in der Europäischen Union zuletzt positiv entwickelt haben, sind bei VW die Autoverkäufe im Oktober zurückgegangen. Auch die Marktanteile der Wolfsburger sind leicht gesunken, wie aus Berechnungen der Fachzeitschrift „Automobilwoche“ hervorgehen.

Die größten Abschläge gab die Marke Volkswagen in Großbritannien bekannt. Dort ging der Absatz im Oktober, dem ersten vollen Monat nach dem Bekanntwerden der Abgasmanipulationen, um 9,8 Prozent zurück. In Deutschland lagen die Verkäufe um 0,7 Prozent unter dem Vorjahresmonat, in Frankreich gingen die Neuzulassungen um drei Prozent zurück.

In Italien verbuchte die Marke VW ein Minus von fast sieben Prozent. Dabei wuchs der Automarkt dort mit 8,6 Prozent besonders stark. Nur in Spanien konnte der Autobauer ein Plus von 1,3 Prozent verbuchen, während der Gesamtmarkt um über fünf Prozent stieg.

Im Zuge des Abgas-Skandals muss der Wolfsburger Konzern in Europa 8,5 Millionen Fahrzeuge zurück in die Werkstätten beordern. Von der Erholung auf den Automärkten in Westeuropa konnte VW deshalb kaum profitieren. Im Oktober wurden insgesamt gut eine Million Pkw neu zugelassen – 2,4 Prozent mehr als noch vor einem Jahr.

Vergleicht man Volkswagens durchschnittlichen Marktanteil von Januar bis September mit dem des Oktobers, zeigt sich ein differenziertes Bild. In Deutschland ist Volkswagens Marktanteil nach Bekanntwerden der Manipulationen leicht gestiegen, wie die Automobilwoche berechnet hat. In Italien ging der Marktanteil um 0,4 Prozentpunkte zurück, in Spanien und Frankreich lag das Minus bei 0,8 Prozentpunkten, in Großbritannien bei einem Prozentpunkt.

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Abgas-Skandal schreckt Kunden ab

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2016 könnte gutes Jahr für Autobauer werden

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