VW
Aktionärsschützer gegen Personalpläne bei MAN

Aktionärsschützer lehnen die VW-Pläne zu Besetzung des Aufsichtsrats von MAN ab. Die DSW kritisiert, dass die Kandidaten für den Aufsichtsrat auch beim Konkurrenten Scania in einem Gremium sitzen.
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MünchenDie Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) will auf der Hauptversammlung des Lastwagenbauers am 27. Juni die Wahl von Volkswagen-Chef Martin Winterkorn und seinen Vorstandskollegen Jochem Heizmann und Hans Dieter Pötsch in das Gremium ablehnen, wie die DSW mitteilte.

Auf den Ausgang der Wahl dürfte dies angesichts der Mehrheitsverhältnisse auf der Hauptversammlung aber kaum Auswirkungen haben. VW ist mit mehr als 30 Prozent an MAN beteiligt, Ferdinand Piëch ist Chefaufseher bei Volkswagen und bei MAN.

Laut DSW verstoßen die VW-Pläne gegen die Bestimmungen zur guten Unternehmensführung. Diesem Corporate Governance Kodex zufolge sollen Aufsichtsräte bei Wettbewerbern keine Funktionen haben. „Alle drei Kandidaten sitzen aber auch im vergleichbaren Gremium des Konkurrenten Scania“, sagte DSW-Hauptgeschäftsführer Ulrich Hocker.

Volkswagen hatte vor wenigen Wochen seinen Anteil an MAN auf mehr als 30 Prozent aufgestockt und musste danach ein formelles Übernahmeangebot machen. Die Wolfsburger wollen ihre Tochter Scania eng an MAN binden und eine gemeinsame LKW-Allianz unter dem Dach von VW schaffen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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