Industrie
VW Amerika versucht es mit neuer Werbeagentur

dpa-afx AUBURN HILLS. Die von stark rückläufigen Verkaufszahlen geplagte Volkswagen of America wechselt ihre Werbeagentur. Mit Wirkung vom 5. Dezember ist die für ihre unkonventionellen Werbe-Ideen bekannte Agentur Crispin Porter + Bogusky (CP+B) in Miami für alle Produkte zuständig, wie die amerikanische VW-Tochterfirma mitteilte. CP+B löst Arnold Worldwide ab.

CP+B hat bereits den Mini Cooper von BMW in den USA betreut, der sich außerordentlich erfolgreich entwickelt hat. Die Werbeagentur hat unter anderem auch Google, Burger King, Coca-Cola, Virgin Atlantic Airways und Gap als Kunden.

"Volkswagen muss kühne Schritte unternehmen, um das Geschäft in den USA und Kanada zu wenden", erklärte Len Hunt, der Chef der VW of America. Die Firma überprüft nach Darstellung von Hunt alle Betriebsbereiche.

CP+B verstehe die Pop-Kultur außerordentlich gut und habe bei der Markenentwicklung nicht-traditionelle Ideen, erklärte Kerri Martin, die Direktorin für Markeninnovation bei der VW of America. Die Werbeagentur habe ausgezeichnete Ergebnisse beim Aufbau, der Wiederbelebung und der Vermarktung von Spitzenmarken. Den amerikanischen VW-Werbeetat schätzt die "New York Times" auf jährlich 325 bis 425 Mill. Dollar (343 Mill. Euro).

Die VW of America hatte in den vergangenen Jahren starke Absatzeinbußen verbucht. Sie hatte in den ersten acht Monaten 2005 gegenüber der entsprechenden Vorjahreszeit nochmals einen Verkaufsrückgang um 19,1 Prozent auf 141 340 Autos ausgewiesen. Sie erhofft sich mit dem neuen Jetta und Passat sowie anderen zukünftigen Modellen im wichtigen US-Markt ein Comeback.

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