VW-Betriebsratschef greift Wiedeking an
Vorwurf an Porsche: „Feindliche Übernahme“

VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh verschärft seine Angriffe auf Großaktionär Porsche. Was als Zusammenwachsen von zwei der wichtigsten deutschen Industrieunternehmen begann, werde „zu einer feindlichen Übernahme“. Vor 20 000 VW-Mitarbeitern auf einer Betriebsversammlung ging Osterloh vor allem Porsche-Chef Wendelin Wiedeking an.

HB WOLFSBURG. : Bei der Kritik am VW -Gesetz gehe es Wiedeking einzig darum, Volkswagen allein zu dominieren. "Er will die Belegschaft nicht fragen müssen, wenn er Standorte verlagern will", warnte der VW -Betriebsratsvorsitzende laut Mitteilung am Dienstag.

Osterloh belegte seine Dominanz-Vorwürfe gegen Wiedeking mit der Namensgebung der neuen Dachgesellschaft für Porsche und den Porsche -Anteil von 31 Prozent an VW: Porsche Automobilholding SE.

"Ich meine, es müsste eigentlich zumindest "Volkswagen und Porsche Automobilholding SE' heißen. Das gehört sich so, wenn man eines der wichtigsten deutschen Wirtschaftsunternehmen, das fest mit der Geschichte des Nachkriegsdeutschlands verbunden ist, kauft. Und das gehört sich erst Recht, wenn man Europas größten Automobilhersteller übernimmt", sagte Osterloh.

Er warf die Frage auf, warum der Sitz der neuen Gesellschaft in Stuttgart sein müsse. "Warum nicht in Niedersachsen, wo die meisten Arbeitnehmer dieser neuen Holding innerhalb Deutschlands beschäftigt sind?"

Porsche ist seit April 2007 mit 30,9 Prozent an Volkswagen beteiligt und behält sich eine Übernahme der Mehrheit vor. Osterloh hatte erst vor einer Woche in einem Interview für den Fall von Entscheidungen gegen die VW -Belegschaft mit "massivem Widerstand" gedroht.

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