Grünes Licht von der schwedischen Marktaufsicht für Volkswagen: Europas größter Autobauer kann die Mehrheit am schwedischen Lkw-Bauer Scania übernehmen, ohne ein Übernahmeangebot unterbreiten zu müssen.
HB STOCKHOLM/HANNOVER. Eine Beschränkung legte die Behörde nicht fest. VW hatte bereits die Erlaubnis, ohne Übernahmeangebot auf 49,99 Prozent der Scania-Stimmrechte zu erhöhen. Derzeit besitzen die Wolfsburger 36,4 Prozent der Stimmrechte und 20 Prozent des Kapitals. Eine VW-Sprecherin bewertete die Entscheidung der schwedischen Marktaufsicht als reine Formalie. „Zum Thema MAN/Scania gibt es nichts Neues“, fügte sie hinzu.
VW will mit dem Münchener MAN-Konzern und Scania eine Lkw-Allianz schmieden. Bei beiden Unternehmen ist VW Großaktionär und will sein eigenes Lkw-Geschäft in das Bündnis einbringen. Allerdings dauern die Verhandlungen zwischen den Beteiligten offenbar länger als erwartet. VW-Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch hatte jüngst erklärt, derzeit habe die Lkw-Allianz keinen Vorrang. Bis wann sie unter Dach und Fach sein soll, hatte Pötsch offen gelassen.

