VW
Dieselgate hält Aufsichtsrat in Atem

Heute trifft sich der VW-Aufsichtsrat zur Planungsrunde. Wo früher der Etat erhöht wurde, heißt es jetzt: Kahlschlag. Personalentscheidungen sind offen und Zulieferer Bosch gerät offenbar ins Visier der US-Behörden.
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FrankfurtDiesmal geht es schon um neun Uhr los. Nicht erst um elf oder gar erst um eins wie bei den außerplanmäßigen Aufsichtsratssitzungen bei Volkswagen in den vergangenen Wochen. Es steht schließlich die große Planungsrunde für die kommenden Jahre an. Und zu der wären die 20 Räte an diesem Tag auch zusammengekommen, wenn es keinen Diesel-Affäre oder eine Distanz zwischen den Herren Piech und Winterkorn gegeben hätte. Jetzt führt Hans Dieter Pötsch als oberster Aufseher das Gremium.

Und Matthias Müller wird den 17 Männern und drei Frauen erklären, wie er den Spagat schaffen will zwischen einer bedingungslosen Aufklärung des größten Skandals in der Firmengeschichte und der Neuausrichtung des Konzerns in Richtung alternativer Antriebe und Digitalisierung.

Klar ist, dass gespart werden muss. Wurde auf der Sitzung im vergangenen November der weltweite Etat für die kommenden fünf Jahre bis 2019 im Vergleich zur vorherigen Planung noch einmal um rund fünf Milliarden Euro auf 107,6 Milliarden Euro aufgestockt, so dürften diesmal Kürzungen anstehen. Sehr viel Geld wird künftig für Strafzahlungen und Reparaturen gebraucht. „Alles steht auf dem Prüfstand“, heißt es deshalb seit geraumer Zeit in Wolfsburg. Das gilt für Modelle und Ausstattungen, aber auch für ganze Werke.

Manches Vorhaben, das in der Umsetzung noch nicht allzu weit fortgeschritten ist, dürfte geschoben werden. Ein Beispiel dafür ist das Top-Modell der Marke VW, der Phaeton. Dessen Neuauflage, die eigentlich für das kommende Jahr geplant wird, kommt nun erst 2019, dann aber voll elektrisch. Der Phaeton in der bisherigen Form ist damit tot. Und bis das völlig neue Modell kommt, hat man erst mal Zeit gewonnen.

Allzu sehr dürfen die Räte den Rotstift aber auch nicht ansetzen. Zu sehr befindet sich die gesamte Branche derzeit in einem epochalen Umbruch. Hier darf Volkswagen den Anschluss nicht verpassen. Bei VW, Audi und Porsche treiben sie eine Elektro-Offensive voran. Die kostet in den nächsten Jahren Milliarden. Gleiches gilt für Fragen der Digitalisierung oder des autonomen Fahrens. Es wird deswegen an diesem Freitag nicht nur darum gehen, Gelder zu stoppen, sondern auch um deren Umverteilung. Und die Frage: Wie können wir unseren Investitionsetat sinnvoller, effektiver und zeitgemäßer einsetzen?

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Auch Bosch gerät ins Visier

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  • Dieses neue Derivat
    DAXFUTURE...das es natürlich nicht schon seit 25 Jahren gibt, macht den Dax
    alle zwei Wochen Montags Tiefstkurse,dann Dank dem Imerator Draghi gibt es weiter das billige Geld für die dunkle Seite der Macht,den Hochfrequenzrechnern imm Casino der Mächtigen
    alles vollautomatisch und emotionslos mit immerwähendem Gewinn
    oder habt ihr schon mal davon gehört das eine Investmenbank pleite geht
    Lehmann ist nicht Bankrott und EAlvis treffe ich immer im Discounter

  • Heute ist die Woche rum,und was haben wir gesehen.....nur am Montag Tiefstkurse VOR Xetrastart,davor war es auch der Montag,aber vor zwei Wochen
    Fakt: alle zwei Wochen Montags Tiefstkurse VORBörslich,das hat System
    denn die Kurse sehen wir nie im regulären Handel alle zwei Wochen
    die Mächtigen manipulieren mit diesem neuen DERIVAT
    DAXFUTURE den Dax wie sie wollen
    das Casino ist täglich geöffnet,aber auf meine Warnungen hört keiner

  • .........Volkswagen.......mit der eigenen Ingenieur-Truppe.......und mit im Boot die Ingenieur-Zulieferer-Elite müssen und werden das Problem lösen.......denn wer so trickst, wie VW es gemacht hat.....wird auch ohne Krankenschein und Rezept den Diesel wieder zum Laufen bringen....wird er also weiter dieseln?......ja, so ist es......er wird niemals sterben.......im Gegenteil......denn jetzt erst beginnt eine neue Etappe......deutsches Ingenieur-Wissen auf die Fahne zu schreiben und diese bald auf den Mast nach oben zu ziehen.......sodaß den Amerikanern, die nicht in der Lage sind, einen 1.6 oder 2 Liter......oder noch in anderen Größen zu konstruierenden Dieselmotor herzustellen.......der Ober- und Unterkiefer nach Hinten klappen wird....es wird so kommen.......Mathias Müller von Porsche kommend..... wird in absehbarer Zeit eine überzeugende Meldung in der Weiterentwicklung geben......ein Porschianer wie Müller wird nicht ruhen.....denn der Ehrgeiz wird ihn zu Beginn halb auffressen......und Otto und Erna hängen am Golf und Konsorten......den und die lassen sie sich nicht nehmen......und so werden wir den Kurfuschern verzeihen.......da die reuigen Sünder verstanden haben.......denn jeder von ihnen hat Feuer unterm Stuhl.....also bewahren Ruhe.....diese Marke jet nit kaputt

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