VW-Dieselgate in den USA: Weitere Verfahren drohen in den USA

VW-Dieselgate in den USA
Bundesgericht entscheidet über ersten Vergleich

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Weitere Verfahren drohen in den USA

Für VW sind die rechtlichen Auseinandersetzungen in den USA damit aber noch lange nicht beendet. Denn das aktuelle Verfahren schließt nur die Dieselmodelle aus dem Volkswagen-Konzern mit kleinerem Zwei-Liter-Motor ein. Ausgeklammert von dieser Regelung sind weitere etwa 85.000 Autos mit größerem Drei-Liter-Motor.

Die VW-Tochter Audi, die diesen Motor entwickelt hat, ringt weiterhin mit den US-Behörden um eine Lösung. Bis zur nächsten Anhörung am 3. November verlangt Richter Breyer konkrete Vorschläge, wie diese laut US-Regulierern ebenfalls mit illegaler Software ausgerüsteten Autos in einen gesetzeskonformen Zustand versetzt werden können.

Daran arbeiten die Audi-Ingenieure schon seit Monaten – bislang vergeblich. Sollte eine technische Umrüstung nicht möglich sein, könnte VW gezwungen sein, Kunden wie bereits bei den Zwei-Liter-Modellen einen Rückkauf anzubieten. Da es sich bei den größeren Fahrzeugen meist um Luxusmodelle der Tochtermarken Audi und Porsche handelt, dürfte das noch einmal richtig teuer werden und weitere Milliarden Dollar kosten.

Bei der Entschädigung für die Autofahrer geht es um zivilrechtliche Ansprüche. Noch lange nicht beendet sind die strafrechtlichen Ermittlungen in den USA. Sie gelten als weiterer Brandherd für Volkswagen. Das US-Justizministerium prüft bereits, welches Strafmaß man dem Konzern wegen krimineller Vergehen zumuten könnte. Volkswagen muss mit einer weiteren Milliardenbelastung rechnen. Insgesamt hat das Wolfsburger Unternehmen bislang knapp 18 Milliarden Euro zur Beilegung der Dieselaffäre zurückgestellt.

Geld sparen könnte VW, wenn der Konzern nicht alle Autos in den USA zurückkaufen müsste. Deshalb arbeiten die Wolfsburger an einem Umrüstplan, mit dem die manipulierten Autos die strengen US-Abgasnormen künftig einhalten könnten. Solch eine Umrüstung wäre deutlich günstiger als ein Rückkauf. Doch bislang haben die US-Behörden keinen der von VW vorgelegten Umrüstpläne genehmigt.

Immer wieder hatte der VW-Konzern in den vergangenen Monaten versucht, die Umweltbehörden in den USA für eine Reparatur der Autos mit seinen Vorschlägen zu überzeugen. Immer ohne Erfolg. Im November vergangenen Jahres reichte der Wolfsburger Autobauer seinen ersten Rückrufplan für die knapp 500.000 Diesel mit Zwei-Liter-Motoren bei der kalifornischen Umweltbehörde Carb ein. Carb-Chefin Mary Nichols hatte bereits kurz darauf im Gespräch mit dem Handelsblatt angedeutet, dass ein Teil der Autos wohl nicht repariert werden könne.

Als VW-Chef Matthias Müller im Januar auf der Automesse in Detroit auftrat, verbreitete er neue Zuversicht. Ein Katalysator sollte die Probleme richten. Doch der überzeugte die Aufseher wieder nicht.

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Stefan Menzel ist beim Handelsblatt der Spezialist für die Automobilbranche.
Stefan Menzel
Handelsblatt / Korrespondent Automobilindustrie

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  • Ein Betrüger bleibt ein Betrüger !! Genau wie die Sprit angaben über die jahre nur Betrug! Hatte 2x mal VW und kann sagen nie wieder !!! VW Schrott für teueres Geld und nur 2 Jahre Garantie!! die wiesen schonwarum nur 2 jahre Garantiew!! :-) In Deutschland wird der Schrott zur höheren Preisen verkauft,wegen Nationalismus sonst ist der Schrott das geld nie wert!! In der Rest der Welt spielt VW keine rolle,keiner will so ein Schrott für Teueres Geld kaufen,siehe USA oder Rest der welt !! Lügen haben nunmal kurze Beine !!

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