VW-Engagement beim VfL Wolfsburg
Millionenbuße gegen Volkswagen

Das VfL-Sponsoring wird teuer für VW: Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Stuttgart haben sich zwei Manager der Bestechlichkeit strafbar gemacht. Zu einem Verfahren in der Wolfsburg-Affäre kommt es trotzdem nicht.
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DüsseldorfDie Sponsoring-Affäre um den Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg hat ein finanzielles Nachspiel für den Autobauer Volkswagen. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat gegen den Wolfsburger Konzern ein Bußgeld in Höhe von zwei Millionen Euro verhängt. Dies bestätigte die Behörde auf Anfrage dem Handelsblatt (Dienstagausgabe). Laut Anklage haben sich zwei VW-Manager der Bestechlichkeit strafbar gemacht. Ins Visier der Fahnder war zudem VW-Einkaufsvorstand Francisco Javier Garcia Sanz geraten. Der Manager, so der Vorwurf aus Stuttgart, habe nichts unternommen, um die Bestechung zu verhindern.

Zu einem Gerichtsverfahren wird es trotzdem nicht kommen. „Nach Bekanntwerden der Bestechungstaten hat der Konzernvorstand die Strukturen geändert und die Mitarbeiter geschult“, lobt die Staatsanwaltschaft. Aus diesem Grund habe man sich auf die Zwei-Millionen-Buße geeinigt und von einem Bußgeld gegen VW-Vorstand Sanz abgesehen.

Volkswagen erklärte auf Anfrage, das Unternehmen sei weiterhin der Überzeugung, sich im rechtlich zulässigen Rahmen bewegt zu haben. „Wir haben uns jedoch entschlossen, gegen den Bescheid, der uns allerdings noch nicht vorliegt, kein Rechtsmittel einzulegen“, heißt es aus Wolfsburg. Dadurch solle ein jahrelanges Gerichtsverfahren vermieden werden, das „Unruhe in den Konzern und den VfL Wolfsburg bringen würde“. Auch in Zukunft könnten Unternehmen, die gleichzeitig Lieferanten von uns sind, Sponsoring-Verträge mit dem VfL Wolfsburg abschließen.

Massimo Bognanni ist Reporter im Handelsblatt Investigativ-Team.
Massimo Bognanni
Handelsblatt / Reporter im Investigativ-Team

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