Volkswagen Financial Services: Rekordgewinn trotz Dieselkrise

VW-Finanzierungssparte
Die große Dieselkrise ist ausgeblieben

Die Finanzierungs- und Leasingsparte des Volkswagen-Konzerns schafft einen Rekordgewinn – trotz der Dieselkrise. Die Restwerte der Autos mit manipulierter Software sind stabil, das Neugeschäft wächst ordentlich.
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HannoverDer befürchtete Einbruch ist ausgeblieben, die Geschäfte laufen trotz der Dieselkrise viel besser als ursprünglich gedacht. Volkswagen Financial Services, die Finanzierungs- und Leasingsparte des Wolfsburger Autokonzerns, wird in diesem Jahr erstmals einen operativen Gewinn von mehr als zwei Milliarden Euro erreichen. „Wir werden die Grenze knacken“, sagte Finanzvorstand Frank Fiedler am Freitag in Hannover vor Journalisten. Im vergangenen Jahr lag das operative Ergebnis bei 1,92 Milliarden Euro.

Die Finanzierungstochter des VW-Konzerns, weltweit in 50 Ländern vertreten, gibt im Großen und Ganzen Entwarnung in der Dieselkrise. Vor einem Jahr hatte das Unternehmen noch kurzfristig 570 Millionen Euro auf die Leasing-Restwerte der Diesel- und einiger Benzinmodelle abgeschrieben – aus Furcht davor, dass die Gebrauchtwagenpreise wegen des Abgasskandals massiv in den Keller rutschen könnten.

Doch der befürchtete Effekt ist ausgeblieben. „Die Wertbeständigkeit der Fahrzeuge hat sich sogar verbessert“, betonte der Vorstandsvorsitzende Lars Henner Santelmann. Die Restwerte der Dieselmodelle hätten sich in Deutschland in diesem Jahr um einige Zehntelprozent-Punkte verbessert. Doch Volkswagen Financial Services mit Sitz in Braunschweig denkt nicht daran, die zusätzlichen Abschreibungen aus dem vergangenen Jahr sofort wieder rückgängig zu machen. Beim Finanzierungsarm des VW-Konzerns gelte das Prinzip Vorsicht, deshalb blieben diese Reserven erst einmal in der Bilanz. VW Financial warte die weitere Entwicklung ab und entscheide darüber erst später, betonte Santelmann.

Eine Auswirkung der Dieselaffäre ist bei Volkswagen Financial allerdings weiter zu spüren: Die VW-Tochter ist wie der gesamte Konzern immer noch nicht auf den Anleihemarkt zurückgekehrt. Investoren hatten sich nach Bekanntwerden der Dieselaffäre von Volkswagen und seinen Tochtergesellschaften abgewandt, weil ihnen die Risiken zu groß geworden waren. VW Financial hofft darauf, vielleicht schon zu Anfang des nächsten Jahres wieder Anleihen begeben zu können. Der Finanzierungsarm kann darüber allerdings nicht allein entscheiden, sondern muss der Zentrale in Wolfsburg den Vorrang gewähren. „Wir warten auf den Anruf des Konzerns“, sagte Finanzvorstand Fiedler. Wenn VW als Ganzes wieder Anleihen herausgebe, dann könne das auch die Finanzierungssparte.

Anlageexperten erwarten eine Rückkehr des Volkswagen-Konzerns und der Finanzsparte an die Anleihemärkte zu dem Zeitpunkt, zu dem die Milliarden-Belastungen aus der Dieselaffäre weitestgehend bekannt sind. Das dürfte dann der Fall sein, wenn der VW-Konzern die Verhandlungen mit den US-Justizbehörden über die Zahlung von Strafgeldern abgeschlossen hat. Mit einem Verhandlungsergebnis wird noch vor Weihnachten gerechnet. Die Finanzierungslücke, die die fehlenden Anleihen ausgelöst hatten, hat VW Financial mit sogenannten „Asset Backed Securities“ (ABS-Papiere) und mit dem auf 35 Milliarden Euro gestiegenen Einlagevolumen seiner Kunden ausgeglichen.

Mehr Freiheiten bei der Finanzierung gibt der VW-Finanztochter auch eine neue Struktur. Die Volkswagen Bank, bislang noch ein Teil der Finanzierungssparte, wird Anfang 2018 als eigenständiges Unternehmen ausgegliedert. Damit unterliegt nur noch die Volkswagen Bank den strengen Eigenkapitalvorschriften der Europäischen Zentralbank (EZB), der Leasing-Bereich hingegen nicht mehr. Für eine Bank ist im kommenden Jahr eine Eigenkapitalquote von 14,6 Prozent vorgeschrieben, für den Rest des Geschäfts von VW Financial reichen rund acht Prozent aus. Die Volkswagen-Tochter dürfte damit einen niedrigen einstelligen Milliardenbetrag freimachen.

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  • Die ersten Dieselverbote in den Innenstädte werden vorbereitet. In einige Jahren sind diese Luftverpester unverkäuflich. Schnell noch einen kaufen, in 20 Jahren werden sich die Museen darum schlagen.

  • Ein Gefälligkeitsartikel für VW und der Liebling der Grünen nachdem VW angekündigt hat die E-Mobilität wäre die Zukunft und man würde da jetzt investieren und dafür aber erst einmal 25.000 VW Mitarbeiter in Deutschland entlassen.

  • Jeder vernünftig denkende Mensch hat gewusst, dass die in den Prüfungen erzielten niedrigen Messwerte nur dazu da waren, um die hirnrissigen Forderungen der Grünen zu erfüllen und sie ruhig zu halten. Selbst die Grünen wussten das und haben sich trotzdem zufrieden ihr Ego poliert.

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