VW-Finanzierungssparte: Durchgreifende Digitalisierung steht an

VW-Finanzierungssparte
Die große Dieselkrise ist ausgeblieben

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Durchgreifende Digitalisierung steht an

2017 greift die Ausgliederung der Bank allerdings noch nicht, die höhere Eigenkapitalquote wird deshalb ein letztes Mal für das gesamte Unternehmen fällig. In dieser Situation hilft der Konzern noch in diesem Jahr mit einer Kapitalspritze von einer Milliarde Euro, zu Beginn des neuen Jahres dürfte ein Betrag in ähnlicher Größenordnung fällig werden. Zudem bleibt der überwiegende Teil des Jahresgewinns von VW Financial im eigenen Unternehmen. Im Jahr 2018, wenn die Abspaltung der Bank greift, soll das freiwerdende Eigenkapital allerdings nicht ausgeschüttet werden. Mit diesem Geld will der Vorstand Neugeschäft auf der Eigenkapitalseite unterlegen, also Wachstum absichern.

Volkswagen Financial stellt sich auf eine durchgreifende Digitalisierung des Geschäfts ein. Leasing- und Finanzierungsverträge würden in den kommenden Jahren meistens nur noch online abgewickelt. Entsprechend muss die VW-Tochter mehr Geld für die eigene IT ausgeben. In den nächsten drei Jahren sind dafür Investitionen in Höhe von etwa 500 Millionen Euro geplant.

Für das Jahr 2016 zieht VW Financial eine insgesamt positive Bilanz. „Wir sind sehr zufrieden mit diesem Jahr“, sagte Vertriebsvorstand Christian Dahlheim. Die Zahl der Verträge wird 2016 auf 18,1 Millionen steigen. Im Vorjahr waren es noch 16,6 Millionen Verträge. Den Großteil ihres Geschäfts macht die VW-Tochter mit Finanzierungs- und Leasingverträgen für Autos aus dem Volkswagen-Konzern. Zudem hat VW Financial Versicherungen im Angebot. Eine wachsende Bedeutung bekommen Dienstleistungsverträge; Kunden der Volkswagen-Tochter können etwa die Wartungskosten ihrer Autos gegen eine monatliche Pauschalzahlung an das Unternehmen abtreten.

Vorstandschef Santelmann bezeichnete es als ureigensten Vorteil von VW Financial, dass das Unternehmen solch ein breites Angebot im Programm habe. „Kein anderer hat ein solch großes Bündel in der Hand“, sagte er. Volkswagen Financial Services sei ein Dienstleister für die Nutzung „rund ums Auto“. Die VW-Tochter hat etwa zehn Millionen Fahrzeuge im Bestand. Weltweit wird etwa jedes dritte Fahrzeug aus dem Volkswagen-Konzern über die Finanzierungstochter an die Kunden weitergereicht.

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Stefan Menzel ist beim Handelsblatt der Spezialist für die Automobilbranche.
Stefan Menzel
Handelsblatt / Korrespondent Automobilindustrie

Kommentare zu " VW-Finanzierungssparte: Die große Dieselkrise ist ausgeblieben"

Alle Kommentare
  • Die ersten Dieselverbote in den Innenstädte werden vorbereitet. In einige Jahren sind diese Luftverpester unverkäuflich. Schnell noch einen kaufen, in 20 Jahren werden sich die Museen darum schlagen.

  • Ein Gefälligkeitsartikel für VW und der Liebling der Grünen nachdem VW angekündigt hat die E-Mobilität wäre die Zukunft und man würde da jetzt investieren und dafür aber erst einmal 25.000 VW Mitarbeiter in Deutschland entlassen.

  • Jeder vernünftig denkende Mensch hat gewusst, dass die in den Prüfungen erzielten niedrigen Messwerte nur dazu da waren, um die hirnrissigen Forderungen der Grünen zu erfüllen und sie ruhig zu halten. Selbst die Grünen wussten das und haben sich trotzdem zufrieden ihr Ego poliert.

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