VW-Großaktionär

Gewinn bei Porsche Holding steigt stark

Die starken VW-Zahlen sorgen auch beim Hauptaktionär Porsche SE für Milliarden-Gewinne. Die Holding, die nicht direkt mit dem Autobauer Porsche verbunden ist, konnte ihren Gewinn um mehr als 30 Prozent steigern.
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Beim VW-Hauptaktionär sprudeln die Gewinne. Quelle: dpa
Porsche SE

Beim VW-Hauptaktionär sprudeln die Gewinne.

(Foto: dpa)

StuttgartDie guten Zahlen bei Volkswagen sorgen auch für satte Gewinne beim Hauptaktionär Porsche SE. Das Konzernergebnis nach Steuern lag nach den ersten drei Quartalen des Jahres bei rund 2,2 Milliarden Euro - ein gutes Drittel mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres, wie die Porsche Automobil Holding am Dienstag in Stuttgart mitteilte.

Zwischen 2,1 und 3,1 Milliarden Euro sollen es am Ende des Jahres insgesamt sein, an der Prognose hat sich aktuell nichts geändert. Im vergangenen Jahr hatte die Holding 1,37 Milliarden Euro Gewinn nach Steuern verbucht.

Die Porsche SE hält 52,2 Prozent der VW-Stammaktien, entsprechend stark sind die Erwartungen an die Geschäfte der Wolfsburger und an Unsicherheiten wegen der Diesel-Affäre geknüpft. Zum Autobauer Porsche AG gibt es hingegen keinen direkten Bezug, er ist eine VW-Tochter.

Das waren die 2016er Bestseller von VW
Platz 10: VW Touran - 164.248 verkaufte Fahrzeuge
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Den Auftakt in der Reihe der zehn Bestseller von VW macht der Kompaktvan. Ein Grund für seinen Erfolg liegt sicherlich in seinem wenig polarisierenden Design, dem großzügigem Platz, viel Komfort und der guten Sitzvariabilität. Ein echter Freund der Familie.

Quelle: VW Konzernbericht 2016

Platz 9: VW Up - 169.970 verkaufte Fahrzeuge
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Trotz gesunkener Verkaufszahlen reicht es noch für Platz neun: Der Kleinstwagen von VW überzeugt mit pfiffigen Lösungen auf engstem Raum. Agilität in der City und geringe Kosten, damit kann der Zweitürer ebenso punkten.

Platz 8: VW Bora - 236.427 Verkäufe
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Dass der Name der fünftürigen Limousine zwischen Golf- und Passat-Größe überhaupt noch geführt wird, ist der Bedeutung des chinesischen Automarktes zu verdanken, der für die Wolfsburger so unglaublich wichtig geworden ist. Und egal was man von der Formgebung in Europa hält: Chinesen lieben nun mal klassische Limousinen...

Platz 7: VW Santana - 312.177 verkaufte Fahrzeuge
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Auch die dritte Generation ist ein echter Verkaufserfolg. In Deutschland führte das damals noch sehr kantige Modell eher ein Langweiler-Schattendasein, machte aber international Karriere: 2013 wurde ein komplett neu entwickelter Santana speziell für den chinesischen Markt vorgestellt.

Platz 6: VW Lavida - 547.187 verkaufte Fahrzeuge
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Und noch eine Limousine, wobei diese untere Mittelklasse sogar in China entwickelt wurde. Den hierzulande unbekannten Lavida bietet VW seit zwei Jahren auf dem größten Wachstumsmarkt an. Mit Erfolg.

Platz 5: VW Tiguan - 548.687 verkaufte Fahrzeuge
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Vom globalen Boom der mehr oder weniger kompakten City-Geländewagen oder SUV profitiert natürlich auch der aktuell größte Autohersteller der Welt. 53 Prozent der Tiguan-Auslieferungen rollen auf den asiatisch-pazifischen Markt, gefolgt von Europa mit 31,6 Prozent.

Platz 4: VW Passat/Magotan - 711.878 verkaufte Fahrzeuge
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Platz, Qualität und High-Tech überzeugen viele Käufer. Die geräumige untere Mittelklasse ist in Deutschland vor allem als Kombi für Dienstwagen-Fuhrparks gefragt, der Rest der Welt findet die Limousine interessanter. Den Absatz des Bestsellers, den es schon seit mehr als 40 Jahren gibt, hält VW im Vergleich zum Vorjahr in etwa stabil.

Volkswagen hatte in den ersten neun Monaten des Jahres trotz Milliardenkosten im Diesel-Skandal den Nettogewinn auf 7,7 Milliarden Euro gesteigert - über 30 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

In den Zahlen der Porsche SE tauchen nun auch die 300 Millionen Euro auf, für die das Unternehmen im Juni den Software-Entwickler PTV aus Karlsruhe gekauft hatte. Die Nettoliquidität, also das finanzielle Polster, ging entsprechend auf 961 Millionen Euro zurück.

Vergangene Woche hatte der VW-Großaktionär zudem Beteiligungen an zwei 3D-Druck-Spezialisten bekanntgegeben. Diese bewegen sich den Angaben zufolge allerdings nur im einstelligen Millionenbereich.

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