VW-Konkurrent China-Probleme belasten Hyundai

Südkoreas Branchenführer Hyundai musste in China erhebliche Gewinneinbußen einstecken. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten und ungünstige Währungsflüsse schmälerten den Überschuss 2017 im Jahresvergleich um 21 Prozent.
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In China fiel der Absatz von Autos um 31 Prozent. Quelle: Reuters
Hyundai

In China fiel der Absatz von Autos um 31 Prozent.

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SeoulDie wirtschaftlichen Schwierigkeiten in China und ungünstige Währungseinflüsse haben den Gewinn beim VW-Konkurrenten Hyundai im vergangenen Jahr erneut deutlich geschmälert. Der Überschuss ging 2017 im Jahresvergleich um 21 Prozent auf 4,5 Billionen Won (3,4 Milliarden Euro) zurück wie Südkoreas Branchenführer am Donnerstag mitteilte. Seit der Einführung neuer Bilanzierungsstandards 2010 habe Hyundai Motor damit das achte Jahr in Folge unterm Strich weniger verdient, sagte eine Sprecherin. Zusammen mit der kleineren Schwesterfirma Kia Motors ist Hyundai weltweit die Nummer Fünf der größten Autobauer.

In China fiel der Absatz um 31 Prozent auf 785.006 Autos. Dabei wirkte sich vor allem ein Streit zwischen den Regierungen in Seoul und Peking über die Aufstellung eines neuen US-Raketenabwehrsystems in Südkorea aus. Auch in den USA hatte Hyundai mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Dort machte sich vor allem der Mangel an den beliebten sportlichen Geländewagen (SUV) im Angebot bemerkbar.

„Ungünstige Marktbedingungen, wie etwa der starke Won gegenüber den wichtigen globalen Währungen, ein intensiverer Wettbewerb in den Kernmärkten wie auch Produktionsunterbrechungen“ hätten sich im Ergebnis niedergeschlagen, hieß es in einer Firmenmitteilung.

Die Lieblingsautos der Deutschen
Volkswagen dominiert
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Der Autohandel kann sich freuen: 2017 sind die Verkäufe in Deutschland wieder gestiegen. Und auch Durchschnittspreis für Neuwagen hat 2017 ein Rekordniveau erreicht. Einer Studie des Center Automotive Research (CAR) kostete ein neuer Pkw im Mittel 32.850 Euro und damit 1.300 Euro mehr als ein Jahr zuvor. Auch in diesem Jahr beherrscht VW die Zulassungen im Heimatmarkt - auch wenn die Wolfsburger etwas weniger verkauft haben als im Vorjahr.

Deutsche kaufen am liebsten Deutsche
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Importwagen tauchen in der Statistik des Kraftfahrtbundesamtes kaum an der Spitze auf. In der Oberklasse dominiert die S-Klasse von Mercedes mit 6759 verkauften Exemplaren.

Ein Klassiker an der Spitze
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Und auch bei den Sportwagen dominiert ein alter Bekannter. Der Porsche 911 wurde in Deutschland 7522 Mal verkauft. Doch unter den zehn meistverkauften Modellen in Deutschland sind andere...

Platz 10 - Opel Corsa
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Der kleine Opel wird derzeit noch in Eisenach gebaut. Seine Zukunft ist französisch: ab der nächsten Generation wird der Corsa auf eine PSA-Plattform gestellt. Mit 51.349 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2017 ist das Modell bei den Deutschen nach wie vor sehr beliebt.

Platz 9 - VW Touran
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Als Van gehört der Touran zwar zu einer aussterbenden Art, doch bei den Deutschen ist das Modell immer noch begehrt. 52.182 wurde das Familienauto im vergangenen Jahr hierzulande verkauft.

Platz 8 - Opel Astra
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Auf dem Genfer Autosalon wurde der Astra noch als „Auto des Jahres“ ausgezeichnet. In der Kompaktklasse ist das Modell ist das Modell erfolgreich, aber kein echter Gegner für den Golf. 56.327 verkaufte Fahrzeuge reichen für einen Platz unter den besten Zehn.

Platz 8 - Skoda Octavia
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Der Tscheche ist vor allem bei Familien beliebt und damit das erfolgreichste Importmodell in der Zulassungsstatistik. 59.147 Mal kauften die Deutschen das Mittelklassemodell aus dem VW-Konzern.

Beim Umsatz verzeichnete Hyundai im vergangenen Jahr einen Anstieg um 2,9 Prozent auf 96,38 Billionen Won. Den höheren Umsatz führte das Unternehmen vor allem auf steigende Verkäufe von Limousinen der Marken Hyundai und Genesis im heimischen Markt und anderen Regionen zurück. Im vierten Quartal 2017 kletterte der Überschuss im Jahresvergleich um 21 Prozent auf 1,29 Billionen Won. Die Hyundai-Motor-Gruppe hat für 2018 ein Absatzziel von 7,55 Millionen Autos ausgegeben.

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  • dpa
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