VW-Markenabend auf der IAA
Schöne Grüße an Tesla

Vor seiner Heimatmesse verzichtet Volkswagen auf die ganz große Inszenierung. Stattdessen zeigt man erste Vorboten der Elektrooffensive, die aber noch lange nicht auf die Straße kommen. Und schlägt bescheidene Töne an.
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FrankfurtDie ganz große Show hat man sich dieses Jahr gespart. Wenn der Volkswagen zu seiner traditionellen Vorabendveranstaltung vor Beginn einer großen Automesse rief, dann wurde meist geklotzt statt gekleckert. Internationale Stars, aufwändige Bühneninszenierungen gehörten fast zum Standard. Vor Beginn der Heimatmesse IAA in Frankfurt ist alles ein bisschen anders.

Vor 2000 Zuschauern auf einer Tribüne der Fraport-Arena zelebriert der Konzern zwar wie gewohnt seine Markensammlung. Doch dieses Jahr wirkt die Inszenierung sehr fokussiert. Eine 3D-Lichtshow und fahrbare LED-Leinwände – mehr gibt es nicht. Selbst Konzernchef Martin Winterkorn, der Mann für die große Linie in Wolfsburg, gibt sich in seiner Rede bescheiden. „Immer schneller, höher, weiter reicht nicht“, sagt er. Technologische Führerschaft definiere sich nicht mehr über PS und Drehmoment.

Auch im Vergleich zu den opulenten Inszenierungen von Tesla-Chef Elon Musk gibt sich der Wolfsburger geradezu bescheiden. Winterkorn spricht über emissionsfreies und automatisiertes Fahren und das vernetzte Auto. „Hier entscheidet sich die Zukunft unserer Branche und des Automobils“, so der Konzernchef weiter.

20 neue Modelle wolle der Konzern darum bis zum Ende des Jahrzehnts auflegen, die rein elektrisch oder mit einem Plug-in-Hybrid unterwegs seien. Bei seinem ersten Auftritt betont auch der neue VW-Markenchef Herbert Diess die Elektromobilität sei „ein Schlüssel für den langfristigen Erfolg der Marke“.

Erste Vorboten zeigt VW schon in Frankfurt. Der lange erwartete reine Elektrosportler von Porsche feiert seine Premiere. Mission E haben die Zuffenhausener ihre Studie getauft, die Konkurrenten wie Tesla das Fürchten lehren soll.

Rein elektrisch kommt das Modell mit 600 PS auf eine Reichweite von 500 Kilometern und eine Spitzengeschwindigkeit von 250 Stundenkilometern, verspricht Markenchef Matthias Müller. Besonders beim Nachladen soll der Porsche die Konkurrenz abhängen. Eine Ladung soll nicht länger als 15 Minuten dauern.

Auch Konzernschwester Audi hat ein Elektro-SUV mit nach Frankfurt mitgebracht, das zeigen soll, wohin die Reise in Ingolstadt geht. „Man muss nicht zwingend der erste sein“, betont Audi-Chef Rupert Stadler, „aber wenn man kommt, dann muss man der Beste sein.“ 

Der Audi E-tron Quattro hat gleich drei Elektromotoren dabei, die gemeinsam auf eine Leistung von 435 PS kommen und das Auto rund 500 Kilometer rein elektrisch antreiben. Spezifikationen, die sich nicht hinter dem Model X von Tesla verstecken müssen.

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Kommentare zu " VW-Markenabend auf der IAA: Schöne Grüße an Tesla"

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  • " Der lange erwartete reine Elektrosportler von Porsche feiert seine Premiere."

    Also ich hab nix erwartet :) Aber wo feiert er seine Premiere? Eine Konzeptgrafik mit paar Daten, die jetzt schon nicht mehr sehr aufregend klingen im Vergleich zu dem was Tesla bereits am Markt hat.

    Märchenstunde IAA?

  • "Also bitte meine Herren - warum in die Ferne schweifen, liegt das Glück oft so nah."

    Sie sagen es.

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