VW/Porsche
Audi-Chef Stadler beendet Spekulationen

Schnell den Wind aus den Segeln nehmen, das ist wohl das Motto von Rupert Stadler. Der Audi-Chef hat kurz vor Beginn der Hauptversammlung versucht, alle Spekulationen rund um seine berufliche Zukunft in die Schranken zu weisen. Denn bei den Fusionsgesprächen um Porsche und VW fällt immer wieder auch Stadlers Name. Der hat nun für Klarheit gesorgt.

mwb/HB NECKARSULM. Bloß keine Unruhe aufkommen lassen, bloß das Unternehmen in den schwierigen Zeiten der Autoindustrie zusammen halten, bloß kurz vor einer Hauptversammlung keine Führungsdiskussion aufkommen lassen - denn die gibt es bereits im Hause Audi. Grund: Nach der Fusion von Porsche und VW wird für den neuen Konzern auch ein neuer Chef gesucht.

Für den heiß begehrten Chefposten kommen offenbar gleich drei Topmanager infrage: VW-Chef Martin Winterkorn, sein Porsche-Kollege Wendelin Wiedeking und auch der Audi-Chef Rupert Stadler. Laut "Süddeutscher Zeitung" soll Wiedeking aber kaum noch Chancen haben. Als Favorit gelte Winterkorn. Für den Fall, dass beide nicht zum Zug kämen, sei auch der deutlich jüngere Audi-Chef Rupert Stadler im Gespräch.

Dieser hat sich nun aber klar auf die Seite Winterkorns geschlagen. Stadler favorisiert seinen Konzernchef für den Chefposten im künftigen VW/Porsche-Konzern und erteilt Spekulationen um seine Person eine Absage. "Ich sehe nur eine Lösung, in der Winterkorn eine führende Position einnimmt", sagt Stadler in einer Mitteilung an die obersten Führungskräfte der VW-Tochter Audi. Stadler war zuvor auch als Kompromislösung für den Chefposten gehandelt worden, falls sich die Eigentümer-Familien zwischen Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und VW-Chef Martin Winterkorn nicht entscheiden können.

Die Aktionäre des Autobauers Audi treffen sich am heutigen Mittwoch in Neckarsulm zur Hauptversammlung. Dabei will Audi-Chef Rupert Stadler die Anteilseigner darauf einstimmen, wie er die VW-Tochter durch die dramatische Absatzkrise steuern möchte. Die Ingolstädter rechnen damit, in diesem Jahr insgesamt rund 900 000 Autos zu verkaufen - zehn Prozent weniger als 2008. Zuletzt hatte sich der Rückgang bei den Verkäufen aber verlangsamt. Audi steht auch deutlich besser da als seine Konkurrenten Daimler und BMW.

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