VW-Rivale
Toyota baut den Vorsprung aus

Als erster Autohersteller will Toyota dieses Jahr mehr als zehn Millionen Fahrzeuge verkaufen. Den operativen Gewinn steigert der VW-Konkurrent rasant – und dreht nun einsam seine Runden an der Weltspitze.
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TokioMit einem Gewinnsprung um 88 Prozent hat Toyota seine Ausnahmestellung in der Automobilbranche eindrucksvoll untermauert. Beflügelt vom schwachen Kurs der Landeswährung Yen sprang der Betriebsgewinn des japanischen Vorzeigekonzerns aus der gleichnamigen Stadt südwestlich von Tokio im Zeitraum von April bis Juni auf umgerechnet gut fünf Milliarden Euro (663 Milliarden Yen). Damit stellte Toyota die gesamte Konkurrenz in den Schatten, von der ein Großteil mit der Dauerkrise am europäischen Automarkt ringt.

Dagegen können die Japaner dank ihrer Stärke in den USA groß aufspielen und nehmen sich vor, in diesem Jahr als erster Autobauer rund um den Globus mehr als zehn Millionen Fahrzeuge vom Band rollen zu lassen. Die Profitabilität von Toyota habe sich seit dem Lehman-Schock vor fünf Jahren kontinuierlich verbessert, äußerte sich Geschäftsführer Takuo Sasaki am Freitag bei der Präsentation der Quartalszahlen in Tokio japanisch bescheiden. Der Zusammenbruch der US-Bank vor fünf Jahren hatte die Finanzkrise ausgelöst, unter die Welt noch immer leidet.

Davon hebt sich der japanische Konzern ab und fährt dank seiner weltweiten Präsenz und spritsparenden Fahrzeugen wie dem kompakten Hybridwagen Prius sprudelnde Gewinne ein: Im ersten Quartal schaffte der japanische Traditionskonzern eine operative Rendite (Ebit-Marge) von 10,6 Prozent.

„Das ist absoluter Premiumbereich und besser als das, was die VW-Edeltochter Audi im ersten Halbjahr vorzuweisen hat“, sagte Autoanalyst Frank Schwope von der NordLB. Audi schaffte bis zur Jahresmitte eine Marge von 10,5 Prozent. Dank der gut laufenden Geschäfte hob Toyota das Gewinnziel zudem an und erwartet nun im Ende März auslaufenden Geschäftsjahr 2013/14 einen Betriebsgewinn von rund 14,7 Milliarden Euro (1,94 Billionen Yen). Zum Vergleich: Rivale Volkswagen will das operative Ergebnis in diesem Jahr bei 11,5 Milliarden Euro stabil halten.

Ein Selbstläufer ist Toyotas Ausnahmestellung allerdings nicht. Erst im vergangenen Jahr hatte sich Toyota an die Weltmarktspitze zurückgekämpft, nachdem der japanische Konzern zuvor wegen der Erdbebenkatastrophe 2011 in seiner Heimat, die Auswirkungen auf das weltweite Produktionsnetz hatte, auf Rang drei zurückgefallen war. Inzwischen hat das Unternehmen seine Produktion weltweit stärker dezentralisiert.

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  • Bezeichnend ist: Die ganzen Rückrufe und das Hick Hack drum rum, vor allem in den USA, haben Toyota nicht geschadet, sondern offensichtlich eher noch Vertrauen geschaffen und den Absatz beflügelt.
    Slogan Toyoda: Qualitätsoffensive als oberstes Ziel. (So wird man wohl eher absatzstärkster Weltmeister, als den Umsatz als oberste Zielstellung auszugeben).
    Allerdings bietet Toyota in den USA eine viel größere Modellpalette an und das noch zu Preisen, von denen wir träumen können.

  • Das ist kein Wunder. Toyota baut richtig gute Qualität, der Toyota Synergy Drive tut sein übriges.

    VW liegt im Tiefschlaf und macht nur deswegen viel Gewinn, weil man den Deutschen tief in die Geldbörse greift (Höchstpreise/Aufpreis/Sonderausstattung).

  • Gegen Toyota ALDI ksnn VW Premium nicht gewinnen.
    Der Premiumpreis beim deutschen "Volkswagen" gehört abgestraft!! Do not buy.

    Insbesondere nicht, wenn selbst Audi überhaupt nicht mehr innovativ ist....sich an Carbon, Vollautomatisiertes Fahren und E-Autos nicht wirklich ran traut.

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