Volkswagen will den Absatz seiner Nutzfahrzeugsparte innerhalb der nächsten zehn Jahre deutlich steigern. Der Konzern will gegenüber den Branchengrößen aufholen. Dabei soll eine Produktoffensive helfen.
HANNOVER. "Bis 2018 wird die Marke ihren Teil zur Wachstumsstrategie des Volkswagen
-Konzerns
beitragen und ihre weltweiten Auslieferungen von derzeit knapp 500 000 Einheiten auf rund 800 000 steigern", sagte Stephan Schaller, Chef der VW
-Nutzfahrzeugsparte
am Mittwoch in Hannover auf der Jahrespressekonferenz der VW
-Tochter.
Konzernchef Martin Winterkorn will mit einer Vielzahl neuer Modelle und zusätzlichen Fabrik, etwa in Nordamerika, bis zum Jahr 2018 die Lücke zu den Branchengrößen General Motors
und Toyota
schließen. An der Produktoffensive wird sich auch die Nutzfahrzeugsparte mit einer neuen Generation von Pickup-Fahrzeugen unter dem Arbeitstitel Robust Pick Up (RBU) beteiligen. Der RPU wird zunächst in Südamerika und weiteren Schwellenländern als Packesel mit einer Tonne Nutzlast angeboten. Die Fertigung der Baureihe wird Ende 2009 im argentinischen VW
-Werk
Pacheco anlaufen.
"Neue Modelle wie zusätzliche Pick-Up-Varianten für den US-Markt dürften den Absatz in den nächsten Jahren weiter ankurbeln", prognostiziert Autoanalyst Frank Schwope von der NordLB. Der Verkauf der VW
-Nutzfahrzeuge
in den USA und Asien sei noch deutlich ausbaufähig.
Die Wolfsburger Mutter kann sich über profitables Wachstum freuen. "Wir setzen diesen Weg konsequent fort", sagte Schaller. Die Kapitalrendite stieg nach einer 2005 erreichten Ergebniskonsolidierung von 3,4 Prozent im Jahr 2006 auf acht Prozent im vergangenen Jahr. Die Umsatzrendite verbesserte sich auf 3,3 Prozent. "Die Umsatzrendite genügt jedoch noch nicht und erfordert sicher weitere Anstrengungen", sagte Frank Fiedler, Finanzvorstand von VW
-Nutzfahrzeuge.
Weltweit lieferte VW
im vergangenen Jahr knapp 489 000 Nutzfahrzeuge aus - ein Plus von 10,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ein neues Rekordniveau erzielten auch die in Südamerika gebauten Trucks und Busse. Mehr als 46 000 weltweit verkaufte LKW und Busse bedeuten einen Zuwachs von gut 26 Prozent. In Europa legt vor allem der Absatz im Osten zu. Dort erzielte VW
ein Plus von 32 Prozent.
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dürften enger werden

