VW-Stammaktien
VW fürchtet Porsches Leichen im Keller

Volkswagen schreckt vor den Lasten zurück, die sich aus der finanziellen Schieflage von Porsche ergeben können. Die Risiken aus Aktienoptionen sollen nicht in den Büchern des neuen Konzerns landen. Sogar das böse Wort von einer möglichen Porsche-Insolvenz macht die Runde.

STUTTGART/HAMBURG. Volkswagen befürchtet im Zuge des angestrebten Zusammengehens mit Großaktionär Porsche erhebliche Risiken aus Optionsgeschäften mit VW-Stammaktien. Porsche verfügt nach eigenen Angaben über die Bezugsrechte für gut 20 Prozent der Stämme. „Porsche hat keine tragfähige Lösung für die sich ergebende finanzielle Last auf den Tisch gelegt“, erfuhr das Handelsblatt aus VW-Kreisen. „Wir dürfen aber nicht in ein Abenteuer stürzen.“

Die Stuttgarter stecken in einer Zwickmühle, die zur Gefahr für das Gemeinschaftsunternehmen werden könnte: Lösen sie die Optionen auf, würde das den VW-Kurs in bilanziell problematische Tiefen drücken, die Kreisen zufolge schlimmstenfalls zu einer Insolvenz von Porsche führen könnten - sollte die VW-Beteiligung als Teil des Eigenkapitals weniger Wert sein als die über neun Mrd. Euro Verschuldung auf der Fremdkapitalseite. Hält das Unternehmen an den eigentlich nutzlos gewordenen Bezugsrechten fest, dürften die fälligen Gebühren einen Großteil des in der Autokrise schrumpfenden Gewinns aufzehren, wird in Wolfsburg befürchtet.

Porsche dementiert dies vehement. „Bei uns tickt keine Zeitbombe“, bekräftigen Porsche-Sprecher immer wieder. Porsche habe bei den Optionen auf VW-Aktien keine Verpflichtung, die Aktien zu kaufen. Zudem würden sich die Kosten für die Fortschreibung der Optionen in Grenzen halten. Dreistellige Millionenbeträge seien nur notwendig, wenn man eine solche Optionsstruktur völlig neu aufbauen müsste.

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