VW-Tochter

Audi strebt weiter Absatzrekord an

Die VW-Tochter hat ehrgeizige Ziele: Audi möchte 2015 erneut deutlich mehr Autos ausliefern als im Vorjahr – obwohl das Umfeld schwieriger wird. Auch der Umsatz soll mitwachsen.
Update: 04.05.2015 - 13:05 Uhr Kommentieren
2015 sollten deutlich mehr Automobile der VW-Tochter ausgeliefert werden als im Vorjahr. Quelle: dpa
Audi verspricht glänzende Aussichten

2015 sollten deutlich mehr Automobile der VW-Tochter ausgeliefert werden als im Vorjahr.

(Foto: dpa)

IngolstadtDie VW-Tochter Audi peilt trotz konjunktureller Unsicherheiten und wachsenden Wettbewerbsdrucks in diesem Jahr weiter einen Absatzrekord an. 2015 sollten deutlich mehr Automobile der Marke Audi ausgeliefert werden als im Vorjahr, bekräftigte das Unternehmen am Montag in Ingolstadt.

Dadurch dürfte sich der Umsatz des Unternehmens von zuletzt fast 54 Milliarden Euro in Abhängigkeit von den konjunkturellen Rahmenbedingungen moderat erhöhen, hieß es. 2014 hatte Audi 1,74 Millionen Fahrzeuge verkauft.

Die Zahlen des ersten Quartals waren bereits weitgehend bekannt. Demnach kletterte der Umsatz des Unternehmens im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 14,7 Milliarden Euro. Unter dem Strich verdiente Audi 1,097 Milliarden Euro, nach 1,028 Milliarden Euro im Vorjahr. Die Auslieferungen der Marke mit den vier Ringen legten im ersten Quartal um gut 6 Prozent auf 438 229 Fahrzeuge zu.

Audi-Chef Rupert Stadler hatte sich vorgenommen, bis 2020 den Erzrivalen BMW an der Spitze der Oberklassehersteller abzulösen. Das Ziel, bis 2020 auch die Marke von zwei Millionen verkauften Autos zu knacken, will er schon früher schaffen, doch hatte er offengelassen, wann genau es soweit sein soll. BMW hatte bereits 2014 mehr als zwei Millionen Autos ausgeliefert.

Zu den Wachstumsplänen von Audi sollen auch Investitionen von 24 Milliarden Euro bis zum Jahr 2019 beitragen. Der Fokus liegt dabei auf technischen Innovationen und neuen Modellen - bis 2020 soll die Modellpalette auf 60 Automobile wachsen. Die VW-Tochter beschäftigt weltweit mehr als 80 000 Menschen, 58 000 davon in Deutschland. In diesem Jahr plant der Autobauer weltweit 6000 Einstellungen.

Piëchs Top- und Flop-Modelle
Porsche Typ 356 2 (Gmünd) Coupé 1948
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Im Wagen: Ferry Porsche; Kinder v.l.n.r.: Ferdinand Piëch, Sohn von Ghislaine Kaes (nicht sicher, ob Edwin oder Phillipp), und Michel Piëch. Über den gelernten Maschinenbau-Ingenieur und Enkel des legendären Käfer-Konstrukteurs Ferdinand Porsche hört man oft, er habe „Benzin im Blut“. Die Leidenschaft des Autonarren und Technikfreaks erschöpfte sich indes nicht nur in Fantasien. Piëch bewies immer wieder Stehvermögen, konnte seine Ideen trotz Gegenwinds langfristig durchboxen und den Spieß gegenüber Gegnern und Kritikern umdrehen ...

Benzin im Blut - VW-Patriarch Ferdinand Piëch
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Vorstandsmitglied (Technische Entwicklung) Ferdinand Piëch steht auf diesem Archivbild von 1982 neben einem Audi 100. Am 17. April 1937 wurde der VW-Aufsichtsratsvorsitzende in Wien geboren. Er gilt als leidenschaftlicher Auto- und Technikfreak. Neun Jahre lang - von 1993 bis 2002 - stand er an der Spitze des Wolfsburger Autobauers Volkswagen, danach wurde er Vorsitzender des Aufsichtsrates. "Autos bauen", nannte er einmal als sein größtes Hobby. Das hat der Österreicher fast sein ganzes Leben lang getan: erst bei Porsche und Audi, dann bei VW ...

Ferdinand Piech
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Ferdinand Piech mit dem Porsche Bergspyder 909 aus dem Jahr 1968. „Burli“, wie er genannt wurde, wuchs mit Autos auf: Sein Vater leitete in der NS-Zeit das Werk in Wolfsburg, das von Käfer- auf Kriegsproduktion umgestellt wurde. Großvater und Onkel Ferry konstruierten nur wenige Jahre nach Kriegsende die ersten Sportwagen, auf VW-Basis. Mutter Louise übernahm den VW-Import nach Österreich. So war es kein Wunder, dass Autos auch das Berufsleben von Piech bestimmten ...

Gulf Porsche 917
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In Zürich studierte Piech Technik an der ETH, schloss mit einer Arbeit über Formel-1-Motoren 1962 ab und ging zu Porsche in die Versuchsabteilung. Piech machte Blitzkarriere: nach vier Jahren Abteilungsleiter und weitere fünf Jahre danach technischer Geschäftsführer. Piech ist technikbesessen, er baute etwa die Rennmaschine Porsche 917 ...

Porsche 917
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Der Porsche 917, hier beim Einsatz im 24-Stunden-Klassiker von Le Mans im Jahr 1971, war ein riesiger Imageerfolg für die Sportwagenschmiede. Das extrem schwer beherrschbare und leichtgewichtige PS-Monster spielte praktisch mit der Konkurrenz in den Rennsaisons 1970 und 1971. 14 Rennnsiege wurden allein in diesen beiden Jahren verbucht.

Ferdinand Piech
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1972 musste Piech Porsche verlassen, weil die Familien Porsche und Piech nach Querelen beschlossen, kein Familienmitglied dürfe mehr bei dem Sportwagenbauer arbeiten. Der Techniker wechselte in den VW-Konzern, zu Audi. Der Aufsichtsrat der Audi NSU Auto Union AG ernennt ihn im Sommer 1975 zum Vorstandsmitglied für den Geschäftsbereich Technische Entwicklung.

Bei Audi in Ingolstadt
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Auch bei Audi setzt Piech seine Ideen durch: Allradantrieb, TDI-Motor, rostfreie Karosserie. Piech machte Audi zu einer Perle im VW-Konzern, 1988 wurde er Chef in Ingolstadt. Am 9. Januar 1990 präsentiert er im Werk Ingolstadt den Jubiläumswagen, einen Quattro. Seit Anlauf der Produktion im Jahr 1965 wurden in dem Werk sieben Millionen Autos der Marke Audi produziert ...

  • dpa
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