VW-Tochter bleibt cool
Audi hofft auf den Modellwechsel

Die Absatzrückgänge in China beunruhigen Rupert Stadler nicht. Eine Prognose wagt der Audi-Chef aber nicht. Die VW-Tochter sei gut aufgestellt, neue Modelle zur IAA sollen nun auch Mercedes wieder zusetzen.

HamburgAudi-Chef Rupert Stadler zeigt sich eine Woche vor Beginn der Frankfurter Automesse IAA ungerührt von den wirtschaftlichen Turbulenzen in China. „In solchen Phasen ist es wichtig, cool zu belieben“, sagte er vor dem Club Hamburger Wirtschaftsjournalisten. Audi jedenfalls werde seine Strategie in China beibehalten. Dabei werde er allerdings auf die Balance zwischen den Weltmärkten achten, schränkte Stadler ein.

So wachse Audi in den USA seit Jahresbeginn um zwölf Prozent, vor allem mit SUVs. Auch der europäische Markt stabilisiere sich, Deutschland überrasche sogar positiv. Russland allerdings werde noch schwieriger. In China hat sich die Nachfrage nach Autos zuletzt deutlich abgekühlt. Im Premiumbereich liegt das Wachstum nur noch bei zwei bis drei Prozent nach zuletzt zweistelligen Wachstumsraten. „Die Situation im Gesamtmarkt China ist im Moment sehr turbulent. Ich prognostiziere nicht, wo wir dort am Jahresende stehen“, sagte Stadler.

Jetzt sei Besonnenheit gefragt, da Chinas Potenzial riesig bleibe. Im August seinen immerhin wieder mehr Menschen in die Autohäuser gekommen. „Aber eine Schwalbe macht noch keinen Sommer“, warnte Stadler.

Auf der IAA will Audi die Erneuerung seiner Modellpalette mit dem neuen A4 und einem Elektro-Quattro fortsetzen. Damit will Stadler im Wettstreit mit Mercedes Punkte gut machen. Die Stuttgarter hatten zuletzt Absatzerfolge gefeiert. Dennoch hält der Audi-Manager an seinem Ziel fest, 2020 mit zwei Millionen verkauften Fahrzeugen Weltmarktführer in der Oberklasse zu sein. „Mercedes gibt Gas. Das ist für das Premium-Segment insgesamt positiv“, übte er sich in Optimismus. „Mal hat der eine die Nase vorn, mal der andere.“

Audi jedenfalls arbeite konzentriert an einer Strategie bis 2025. Dazu gehörten auch Elektrofahrzeuge. In China entstehe derzeit ein dichtes Netz von Ladestationen an den Autobahnen. Das sei auch in Deutschland nötig – und sinnvoller als staatliche Verkaufsförderung, sagte Stadler. Schließlich sorgten sich viele potenzielle Kunden vor allem, sie könnten mit leerer Batterie liegen bleiben.

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