VW-Tochter muss sparen
Seat drängt Mitarbeiter zu Lohnverzicht

Die spanische VW -Tochter Seat will ihre Personalkosten kurzfristig um rund zehn Prozent senken und erwägt dazu an ihrer einzigen Produktionsstätte eine Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnausgleich.

dpa-afx HAMBURG. "In unserem Werk Martorell in Spanien haben wir temporär einen Personalüberhang", sagte Seat-Chef Andreas Schleef der "Financial Times Deutschland" (Freitagsausgabe). "Wir haben jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder wir reduzieren die Zahl der Mitarbeiter, oder wir führen eine Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnausgleich ein."

Der Seat-Chef plant eine Senkung von zehn Prozent bei Arbeitszeit und Lohn. Vorbild für die Arbeitszeitverkürzung sei das Vorgehen von Audi in der Autokrise 1993, sagte Schleef. Sie werde also "zeitlich auf ein bis zwei Jahre begrenzt. Seat soll sich nicht wie Volkswagen dauerhaft mit einer Vier-Tage-Woche einrichten". Deshalb müsse es auch einen Lohnabschlag in voller Höhe der Arbeitszeitverkürzung geben. "Die Alternative wäre die Entlassung von - rechnerisch - 800 Mitarbeitern in der Produktion. Aber wir wollen diese Mannschaft an Bord behalten", sagte Schleef, der auch dem Vorstand der VW-Tochter Audi angehört, zu deren Markengruppe Seat zählt.

Zur weltweiten Marktrepräsentanz von Seat sagte Schleef: "Seat muss weltweit repräsentiert sein, sonst hat die Marke auf Dauer keine Berechtigung."

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