VW und Suzuki
McAllister fordert Frieden zwischen Autobauern

Niedersachsens Ministerpräsident ist überzeugt, dass die Integration von VW und Porsche gelingen wird. Sorgen bereitet ihm aber der öffentlich ausgetragene Streit zwischen Volkswagen und Suzuki.
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HannoverNiedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) fordert ein Ende des öffentlichen Streits zwischen den Autobauern Volkswagen und Suzuki. „Als Aufsichtsrat mische ich mich nicht ins operative Geschäft ein, aber es wäre gut, wenn solche Auseinandersetzungen intern und nicht öffentlich ausgetragen werden“, sagte der Ministerpräsident dem Handelsblatt. Niedersachsen hält gut 20 Prozent der VW-Stimmrechte.

Seit Monaten streiten sich die eigentlich partnerschaftlich verbundenen Unternehmen aus Deutschland und Japan. Volkswagen ist 2009 mit knapp 20 Prozent bei Suzuki eingestiegen. Beide Seiten werfen sich den Bruch der parallel geschlossenen Kooperationsvereinbarung vor. Wie es weitergehen soll, ist offen. „Der Vorstand nimmt derzeit eine Bewertung der Partnerschaft vor und wird über die weitere Vorgehensweise entscheiden“, so McAllister.

Zuversichtlich ist der Politiker in Bezug auf die Verschmelzung von Volkswagen und Porsche, obwohl VW die Fusion aufgrund ungeklärter rechtlicher Risiken für dieses Jahr abblasen musste. „Die Landesregierung hält wie alle anderen Beteiligten am Ziel fest, den integrierten Automobilkonzern von Volkswagen und Porsche zu schaffen“, sagte McAllister. Er sei „überzeugt, dass dieses Vorhaben gelingen wird“.

Das Land steht in jedem Fall zum Wolfsburger Autokonzern. „Wir sind stolz darauf, dass Niedersachsen die Heimat des größten deutschen Unternehmens ist“, sagte McAllister dem Handelsblatt. „So lange ich Ministerpräsident bin, wird das Land immer mehr als 20 Prozent der Aktien an Volkswagen halten.“

Mark C. Schneider
Mark C. Schneider
Handelsblatt / Redakteur

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