VW-Werk geplant
Volkswagen startet US-Offensive

Volkswagen-Chef Martin Winterkorn will hunderte Millionen Euro in ein eigenes Werk in den USA investieren. Trotz der dramatischen Probleme auf dem US-Markt zeigt man sich in Wolfsburg optimistisch – der Autobauer könne mit spritsparenden Motoren punkten. Ein weiterer Faktor käme unterstützend hinzu, hieß es.

DÜSSELDORF. Volkswagen-Chef Martin Winterkorn will trotz der dramatischen Probleme auf dem US-Markt gut 600 Mill. Euro in ein eigenes Werk dort investieren. Die Summe erfuhr das Handelsblatt aus Unternehmenskreisen. Der VW-Vorstand befasste sich gestern mit Winterkorns Plan.

Die Dimension ist typisch für in den letzten Monaten errichtete VW-Werke wie das im russischen Kaluga südwestlich von Moskau, das mit mehr als 500 Mill. Euro zu Buche stand. Dazu kommen üblicherweise erhebliche staatliche Subventionen.

Ein Beschluss des Führungsgremiums ist notwendig, damit der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 15. Juli über die neue Autofabrik und ihren Standort befinden kann. Der Vorstand schwankte zuletzt noch zwischen den US-Bundesstaaten Alabama und Tennessee. Michigan gilt als chancenlos.

Weitere US-Projekte will das Kontrollgremium später beschließen. „Wir entscheiden erst einmal grundsätzlich über die Investition“, sagte Volkswagens Betriebsratschef und Aufsichtsrat Bernd Osterloh dem Handelsblatt. „Die Frage, ob wir Fabriken für Motoren und Getriebe bauen, wird zu einem späteren Zeitpunkt geklärt.“ Branchenkenner schätzen die dafür anfallenden Kosten auf noch einmal mindestens 300 Mill. Euro.

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