VW-Wiedergutmachung für Dieselgate
Keine Gutscheine für deutsche Schummeldiesel-Käufer

Volkswagen steht in den USA kurz davor, Käufer von manipulierten Autos zu entschädigen. Jedes Betrugsopfer soll offenbar mehr als 1000 Euro erhalten. Für deutsche Verbraucher soll das laut VW aber nicht gelten.
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Düsseldorf/WolfsburgIn den USA wird Kundenpflege großgeschrieben. Jetzt heißt es, dass dort vom Abgas-Skandal bei VW betroffene Autobesitzer mit einer Geldzahlung entschädigt werden sollen. Kaum machen Berichte darüber die Runde, fordern Verbraucherschützer eine ähnliche Regelung auch für Deutschland. „Das Unternehmen muss zu seiner Verantwortung stehen“, sagte Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), der „Rheinischen Post“. „Darum wären solche Gutscheine in Deutschland das Minimum, um die betroffenen Verbraucher zu entschädigen.“

Die Möglichkeit, getäuschte Kunden über Gutscheine zu entschädigen, gelte „ausschließlich“ für die USA und Kanada", sagte dagegen ein VW-Sprecher am Montag in Wolfsburg. VW entwickle individuell für jeden Markt ein „Maßnahmenpaket“ für Kunden, um auf den Manipulationsskandal zu reagieren. Wie Lösungen in Deutschland aussehen könnten, stimmt VW demnach derzeit mit den Behörden ab. Für die USA sollen in der nächsten Woche Details bekanntgegeben werden.

VW will in den USA betroffenen Autobesitzern offenbar Geld anbieten. Besitzer von Diesel-Autos sollten als Wiedergutmachung Gutscheine im Wert von bis zu 1250 US-Dollar (rund 1150 Euro) bekommen, berichtete das Online-Portal „The Truth about cars“. Ein Gutschein über 500 US-Dollar könne überall eingelöst werden, einer über 500 bis 750 US-Dollar bei Volkswagen-Händlern.

Zur Aufarbeitung des Abgas-Skandals ist am Montag auf dem VW-Werksgelände in Wolfsburg erneut das Präsidium des Aufsichtsrates zu einer Sitzung zusammen gekommen. Das sechsköpfige Gremium wollte bei der Zusammenkunft nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur unter anderem über die jüngst von Betriebsratschef Bernd Osterloh geäußerte Kritik am Konzernvorstand beraten.

Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer sieht Osterloh in der Mitverantwortung. Er sei „der mächtigste Mann im VW-Konzern“, sagte Dudenhöffer den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben). „Es ist unvorstellbar, dass Osterloh nichts davon gewusst hat, dass die Mitarbeiter über Jahre in einem System der Angst und der chronischen Überforderung gearbeitet haben.“ Dieses System habe „maßgeblich dazu beigetragen“ offenbar auch mit illegalen Manipulationen Konzernziele zu erreichen.

Darüber hinaus dürften weitere Personalfragen sowie die neusten Erkenntnisse der internen Ermittlungen eine Rolle bei den Beratungen des Aufsichtsratspräsidiums hinter verschlossenen Türen gespielt haben.

Im Anschluss an die Sitzung des Präsidiums stand für 11.00 Uhr eine Sitzung des Aufsichtsrates auf der Tagesordnung. Auch dabei sollte es um Konsequenzen der weltweiten Manipulationen an Dieselfahrzeugen gehen. Zusätzliche Sorgen bereiten den VW-Kontrolleuren auch die jüngst bekanntgewordenen Unregelmäßigkeiten bei CO2-Werten von Diesel- und Benzinfahrzeugen. Durch unerlaubte Maßnahmen soll bei Tests der Ausstoß des klimaschädlichen CO2 nach unten korrigiert worden sein.

Seit September befindet sich Europas größter Autobauer in der größten Krise der Unternehmensgeschichte. Den Wolfsburgern drohen Milliardenkosten und strafrechtliche Ermittlungen. Am Sonntagabend hatte in Wolfsburg bereits der zur Aufarbeitung des Skandals einberufene Sonderausschuss getagt. Auch die Ergebnisse dieser Beratungen soll dem Vernehmen nach am Montag zur Sprache kommen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Es gab bei VW ein Problem mit den DSG Getrieben,
    In China wurden alle Getriebe auf Kulanz modifiziert, später desgleichen in Australien.
    Relevanz für Deutschland wurde vehement verneint.
    Wer sich aber mit persönlichem Einsatz dahinter klemmt, der bekam auch hier sein Recht.
    Denn, man merke der Fehler trat auch in unseren Breiten auf.
    Also wer seinen Rechtschutz oder auch ein Forum nutzt, der ist gut beraten, denn er erhält in jedem Falle das Maximum.
    Also Volkswagenfahrer, macht euch auf den Weg.
    LG Silberneradler

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Der deutsche Michel wird über die erhöhten Servicepreise den Schaden bezahlen. Er hat es auch nicht anders verdient.

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