Wachsamer Blick auf Thales
EADS will nicht mit Thales fusionieren

Der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS will den französischen Anbieter von Verteidigungelektronik Thales nicht übernehmen. Anderslautende Gerüchte hat EADS am Freitag vehement zurückgewiesen.

HB PARIS/MÜNCHEN. Ein EADS-Sprecher sagte am Freitag in Paris, dass es weder Pläne gebe, den rund 32-prozentigen Anteil des französischen Staats an Thales zu kaufen, noch Thales-Aktien zu erwerben. EADS hatte in der Vergangenheit mehrfach ein Interesse an Thales geäußert und erklärt, dem französischen Unternehmen komme eine Schlüsselfunktion bei der Restrukturierung des europäischen Verteidigungssektors zu. Hinzu kommt, dass die französische Regierung sich zumindest langfristig von Beteiligungen im Verteidigungsbereich trennen will. Thales hat allerdings stets betont, unabhängig bleiben zu wollen.

Gerüchte, wonach EADS mit Thales - der früheren Thompson-CSF - fusionieren könnte, halten sich seit längerem. EADS-Co-Chef Philippe Camus hatte im Mai gesagt: „Je enger sich unsere Beziehungen zu Thales entwickeln würden, (...) desto glücklicher wäre ich.“ Der zweitgrößte Luftfahrtkonzern der Welt werde mit wachsamem Blick etwaige Veränderungen in der Aktionärsstruktur von Thales beobachten. Neben der französischen Regierung ist Alcatel mit knapp 10 Prozent Großaktionär des Verteidigungselektronik-Hersteller. Doch nicht nur EADS hat ein Interesse an Thales - auch der französische Verteidigungskonzern Dassault Aviation wird als möglicher Käufer gehandelt.

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