Wachsende Verluste
Grundig hofft weiter

Der insolvente Elektronikhersteller Grundig hofft trotz wachsender Verluste weiterhin auf den Einstieg von Investoren. Wie Insolvenzverwalter Siegfried Beck am Freitag in Nürnberg mitteilte, werde die Insolvenz „im Zeitplan“ abgewickelt.

HB/dpa NÜRNBERG. Dies biete gute Voraussetzungen für einen erfolgreichen Verlauf der Investorengespräche, sagte Beck. Man werde sich aber nicht unter Druck setzen lassen. Namen von Interessenten nannte Beck nicht.

Nach Becks Angaben machte die Grundig AG im vergangenen Jahr bei 457 Mill. € Umsatz Verluste von 114 Mill. €. Im Vergleich zum Jahr 2000 sei der Umsatz damit um rund 40 % eingebrochen. Der Fehlbetrag vergrößerte sich um das 2,7-fache. Erfreulich sei dagegen, dass die neu geplanten Geschäftszahlen eingehalten und zum Teil sogar positiv überschritten würden. Nach Becks Worten geht es derzeit darum, „das Unternehmen über Wasser zu halten und Marktpositionen zu verteidigen“.

Das Kerngeschäft laufe weiter. Bester Beweis sei die Teilnahme an der Internationalen Funkausstellung Ende August in Berlin. Dort wolle Grundig sich mit neuen Produkten dem Wettbewerb stellen. Der Insolvenzverwalter kündigte an, „verkrustete Strukturen“ im Unternehmen aufzulösen. Nur Kreativität, technologisches Know-how und intensive Kundenbindung könnten Investoren von der Qualität des Unternehmens überzeugen.

700 bisherige Grundig-Mitarbeiter sind nach Unternehmensangaben von der Beschäftigungsgesellschaft GPQ aufgefangen worden. Für 80 Auszubildende wurde die Step GmbH (Service, Training, Education, Profession) gegründet.

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