Wachstum durch Zukauf
Rüstungskonzern Rheinmetall macht in Öl und Gas

Rheinmetall wird künftig auch Gasförderanlagen und Öl-Pipelines bauen. Dazu steigt der Düsseldorfer Konzern in einen Bereich des Industrieunternehmens Ferrostaal ein. Das soll auch zu Rüstungsdeals verhelfen.
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DüsseldorfDer Rüstungskonzern Rheinmetall will wesentliche Teile des angeschlagenen Industriedienstleisters Ferrostaal übernehmen. Im Kern geht es um die Sparte Oil & Gas, die Dienstleistungen für die Energieindustrie erbringt, wie Vorstandschef Armin Papperger dem Handelsblatt (Donnerstagausgabe) sagte. Der Bereich soll in eine Gemeinschaftsfirma mit dem Namen Rheinmetall International Engineering ausgegliedert werden, an dem Rheinmetall und Ferrostaal jeweils die Hälfte halten — vorerst. „Wir können uns vorstellen, zu einem späteren Zeitpunkt auch die Mehrheit zu übernehmen“, sagte Papperger.

Das Ölgeschäft soll für Rheinmetall ein Türöffner sein: „Mit dem Joint Venture mit Ferrostaal beschleunigen wir unseren Einstieg in wichtigen Märkten in Südamerika sowie dem Mittleren Osten und Nordafrika“, sagte Papperger. In diesen Ländern ist die Rohstoffförderung eng mit dem Rüstungsgeschäft verbunden, die Entscheidungsträger sind meist identisch.

Im Blick hat Papperger auch Krisenländer: Ferrostaal war vor dem Sturz des Diktators Muammar Gaddafi beispielsweise stark in Libyen vertreten und will dorthin zurück. "Wenn die Demokratisierung voranschreitet, sehe ich keinen Grund, warum wir nicht dorthin liefern sollten." Auch der Irak ist aus Sicht von Rheinmetall-Chef Papperger ein potentieller Markt

Die Gründung der Gemeinschaftsfirma soll am Donnerstag bekannt gegeben werden. Der Jahresumsatz soll bei 200 bis 300 Millionen Euro liegen.

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  • Gute Idee!
    Kreativ denken bevor man Personal rausschmeißt.

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