Wachstum erwartet
„Rezession im Maschinenbau nicht in Sicht“

Die deutschen Maschinenbauer geben sich selbstbewusst wie nie. Ihr Verband VDMA positioniert sich als größter industrieller Arbeitgeber und geht trotz Skepsis rund um die Konjunktur von einem stabilen Geschäft aus.
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BerlinDie deutschen Maschinenbauer haben seit dem vergangenen Jahr Tausende neue Jobs geschaffen und erwarten weiter anziehende Geschäfte. Die Branche beschäftige 974.000 fest angestellte Mitarbeiter, sagte der Präsident des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Thomas Lindner, am Dienstag auf dem Maschinenbaugipfel in Berlin laut Redetext.

Mitte vergangenen Jahres gaben die Unternehmen rund 931.000 Beschäftigtem Arbeit. "Der Maschinenbau ist der größte industrielle Arbeitgeber", sagte der Verbandschef. Die exportorientierte Branche besteht überwiegend aus mittelständischen Betrieben. In ihren Reihen befinden sich aber auch börsennotierte Konzerne wie Thyssen-Krupp, Gildemeister oder Gea.

Lindner verwies darauf, dass es in der Wirtschaft eine weit verbreitete Unsicherheit und Skepsis gebe, wie sich die Konjunktur entwickele. "Festzuhalten bleibt aber: Der Maschinenbau ist stabil." Während andere Branchen ihre Prognosen für 2012 jüngst senkten, hatten die Maschinenbauer ihre erhöht. Die Unternehmen erwarten ein Wachstum der Produktion um zwei Prozent, nachdem sie Anfang des Jahres noch von einer Stagnation ausgegangen waren. 2013 sei ein weiteres Plus von zwei Prozent möglich.

Damit heben sich die Anlagenbauer etwa von der Stahl- und der Chemieindustrie ab. Die Stahlkocher hatten ihren Ausblick kürzlich gekappt. Anstelle einer Stagnation erwartet die Schwerindustrie nun einen Rückgang der Produktion um vier Prozent.

Die Chemieunternehmen rechnen mit einem Minus von drei Prozent, nachdem sie zunächst ein stabiles Ergebnis angepeilt hatten. "Eine Rezession ist im Maschinenbau nicht in Sicht und nach meiner Einschätzung auch in der Gesamtwirtschaft nicht", sagte Lindner. Dies gelte allerdings unter dem Vorbehalt, dass sich die Auswirkungen der Euro- und Staatsschuldenkrise in Grenzen hielten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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