Wachstum in Asien
BASF will Werk in China ausbauen

Der Chemiekonzern BASF prüft die Erweiterung der Produktion von zwei Chemikalien in seinem Werk im chinesischen Nanjing. An diesem Standort soll 2014 auch eine neue Superabsorber-Anlage an den Start gehen.
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FrankfurtBASF setzt mit dem Ausbau seines wichtigsten Standorts in China auf weiteres Wachstum in Asien. Gemeinsam mit seinem chinesischen Partner Sinopec will der Chemieriese seinen großen Anlagenkomplex in ostchinesischen Nanjing erweitern. Der Ausbau der bestehenden Ethylenoxid-Produktion und der Bau einer neuen Anlage für Neopentylglykol würden geprüft, teilten beide Konzerne am Mittwoch mit. Die Substanzen werden unter anderem für Wasch- und Reinigungsmittel, für Harze und für Schmierstoffe verwendet. „Wir sehen ein großes Marktpotenzial in China und der Region für diese Produkte“, erklärte der Präsident des Gemeinschaftsunternehmens BASF-YPC, Stephan Kothrade. Die voraussichtliche Investitionssumme für die Projekte nannte BASF nicht.

Gemeinsam betreiben BASF und Sinopec seit 2005 einen großen Chemiekomplex in Nanjing. Er ist einer von weltweit lediglich sechs großen Verbundstandorten von BASF, in denen eine Vielzahl von Anlagen untereinander vernetzt geschaltet sind und die deshalb besonders effizient arbeiten können. In Asien sind es zwei, neben Nanjing zählt der Anlagenkomplex des Konzerns in Kuantan in Malaysia dazu.

Seit Mai 2012 befindet sich in Nanjing bereits eine neue Anlage für Superabsorber im Bau. Der Stoff kann das 500-fache des eigenen Gewichts an Flüssigkeit speichern und ist Hauptbestandteil von Windeln. Die neue Anlage, die einmal 60.000 Tonnen der Substanz im Jahr produzieren können, soll 2014 in Betrieb gehen. In Nanjing entstehen außerdem weitere Anlagen für Acrylsäure und Butylacrylat, die die Produktion ebenfalls 2014 starten sollen. Die neue Anlage für Acrylsäure soll einmal 160.000 Tonnen im Jahr produzieren können. Acrylsäure ist ein wichtiges Vorprodukt für Superabsorber. Butylacrylat wird unter anderem zur Produktion von Klebstoffen eingesetzt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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