Wachstum in Osteuropa
Carlsberg schmeckt den Anlegern

Der dänische Brauereikonzern Carlsberg ist im ersten Halbjahr weiter gewachsen. Nach dem unerwartet guten Geschäftsbericht haben sich die Anleger am Dienstag auf Carlsberg-Aktien gestürzt. Dies ist vor allem den zweistelligen Zuwachsraten beim Bierabsatz in Osteuropa zu verdanken.

HB KOPENHAGEN/HAMBURG. Wie das Unternehmen am Dienstag in Kopenhagen mitteilte, stieg der Konzerngewinn in den ersten sechs Monaten von 1,2 Mrd. Kronen 2007 auf 1,5 Mrd. Kronen in diesem Jahr (161 auf 201 Mill. Euro). Konzernchef Jørgen Buhl Rasmussen nannte die Entwicklung in Russland mit einem eigenen Marktanteil von 38,1 Prozent "fantastisch".

Das Gesamtergebnis fiel deutlich besser aus als angesichts massiv gestiegener Rohstoffpreise erwartet. Der dänische Konzern konnte nach eigenen Angaben im ersten Halbjahr bei "flachem Wachstum" in Nord- und Westeuropa im östlichen Europa einschließlich Russland 52 Prozent mehr Bier absetzen als im Vorjahreszeitraum. Der Bierabsatz insgesamt stieg von 56 auf 61,3 Mill. Hektoliter. Der Gesamtumsatz im ersten Halbjahr stieg von 21,5 auf 27 Mrd. Kronen.

Carlsberg hat im Frühjahr mit dem Heineken-Konzern den britischen Marktführer Scottish & Newcastle (S&N) für 7,8 Mrd. Pfund (10,2 Mrd. Euro) übernommen. Danach kündigte die Kopenhagener Konzernzentrale Brauereischließungen in Westeuropa an, die auch deutsche Betriebe umfassen sollen. Aus der Hamburger Deutschland-Zentrale von Carlsberg verlautete am Dienstag, dazu gebe es noch keine Entscheidungen.

Der Geschäftsverlauf der deutschen Tochter in den abgelaufenen sechs Monaten habe sich "ausgeglichen" entwickelt, hieß es weiter. Zum fünftgrößten Brauereikonzern der Welt gehören im deutschsprachigen Raum unter anderem die Marken Holsten, Feldschlösschen, Hannen Alt, Gatz Altbier, Astra und Lübzer.

Die Carlsberg-Aktie stieg nach Bekanntwerden der Zwischenbilanz in Kopenhagen um zwölf Prozent auf 425,50 Kronen. "Die Quartalszahlen sehen sehr befriedigend aus, und wir sind vor allem über die Margen erfreut", erklärte ein Analyst. "Der Ausblick sieht sogar ein bisschen konservativ aus." Die Zahlen gaben auch den Aktien der Konkurrenten Inbev und Heineken und Auftrieb, die vier beziehungsweise drei Prozent zulegten.

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