Wachstum
Linde expandiert im Reich der Mitte

Der Gasekonzern investiert 42 Millionen Euro in eine neue Anlage im Nordosten des Landes. Ende 2013 soll dort die Wasserstoff-Produktion für die chinesische Industrie beginnen und den Gewinn weiter steigern.
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FrankfurtDer Münchener Industriegasekonzern Linde baut sein Geschäft im Wachstumsmarkt China aus. Für Anfangsinvestitionen von 42 Millionen Euro werde das Unternehmen im Nordosten des Landes eine neue Wasserstoffanlage bauen und auch betreiben, kündigte Linde in München an.

Die Anlage solle Ende 2013 ihren Betrieb aufnehmen und dann Chemieunternehmen vor Ort wie Evonik und Jishen mit hochreinem Wasserstoff versorgen. „Mit diesem Auftrag stärken wir unsere Stellung als führendes Gase- und Anlagenbauunternehmen in China“, erklärte Sanjiv Lamba, der im Linde-Vorstand für das Asiengeschäft zuständig ist. Auch künftig wolle Linde sich an Industrieprojekten in dieser Region beteiligen.

Die neue Anlage entstehe im Chemieareal nahe der Stadt Jilin, wo Basischemikalien zur Herstellung von Polyurethan-Kunststoffen produziert werden sollen. Solche Kunststoffe kommen etwa in Autositzen, Matratzen und Isolierschäumen zum Einsatz, die im Zuge des rasanten Wirtschaftswachstums in China stark nachgefragt werden. Linde ist im Gasegeschäft inzwischen die Nummer Eins in der Volksrepublik. Das Unternehmen wächst dort kräftig und hatte erst in der vergangene Woche Investitionen von 120 Millionen Euro im Zusammenhang mit einem großen Versorgungsauftrag bekannt gegeben. Linde soll die komplette Gaseversorgung für ein chinesisches Stahlunternehmen übernehmen.

Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Linde in China Umsätze von 576 Millionen Euro - ein Plus von rund 37 Prozent binnen Jahresfrist. Der Konzern ist inzwischen mit rund 50 Tochterfirmen und Gemeinschaftsunternehmen im Reich der Mitte aktiv und hat dort etwa 4000 Beschäftigte.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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