Wachstumspläne
Bayer und Siemens nehmen Asien ins Visier

Die Industriekonzerne Siemens und Bayer wollen weiter kräftig wachsen - und das vor allem im Ausland. Während Siemens dabei vor allem auf Schwellenländer abzielt, hat Bayer große Pläne für ein großes Land.
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Berlin/ShanghaiSiemens setzt wie viele weltweit tätige Konzerne verstärkt auf Schwellenländer und will dort schneller wachsen als die jeweiligen Märkte. Es gebe eine enorme Nachfrage nach Lösungen für Energieerzeugung und -übertragung, Gesundheitsversorgung sowie städtische und industrielle Infrastrukturen, hieß es am Dienstag auf einer Investorenveranstaltung des Technologiekonzerns in Shanghai. Siemens wolle hier überdurchschnittlich schnell zulegen und den Marktanteil in den nächsten fünf Jahren damit steigern.

Neben Brasilien, Russland, Indien und China hat der Münchner Dax-Konzern vor allem Chile, Indonesien, Mexiko, Kolumbien, Polen, Südafrika, Thailand, Vietnam und die Türkei im Blick. Zwischen 2005 und 2010 hat sich der Umsatz in den Schwellenländern mehr als verdoppelt, die jährliche Rate bei den fortgeführten Aktivitäten betrug 17 Prozent. Das Bruttoinlandsprodukt der Staaten erhöhte sich in diesem Zeitraum durchschnittlich nur um gut sechs Prozent. Die Schwellenländer stehen mittlerweile für über 30 Prozent des Umsatzes.

Auch Bayer-Chef Marijn Dekkers will im Ausland deutlich zulegen. Deckers hat eine Verdoppelung der Umsätze in China bis zum Jahr 2015 in Aussicht gestellt. Dann wolle der Konzern dort sechs Milliarden Euro erlösen, sagte Dekkers der Zeitung „China Business News“ vom Dienstag. 2010 habe Bayer mit rund drei Milliarden Euro 8,3 Prozent seines weltweiten Geschäfts in der Volksrepublik erwirtschaftet. Damit sei China der größte Markt für das Unternehmen in der Region Asien-Pazifik.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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