Wachstumspläne
Blackstone steigt bei Leica ein

Der US-Finanzinvestor Blackstone kauft vom österreichischen Mehrheitsaktionär ACM Projektentwicklung einen 44-Prozent-Anteil am Kamerahersteller Leica. Die Traditionsmarke will neue Märkte erschließen.
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FrankfurtRaus aus der Krise, rein in neue Chancen: Die Kult-Kamera-Marke Leica bekommt Unterstützung durch den mächtigen US-Investor Blackstone. Er übernimmt 44 Prozent der Aktien vom bisherigen Haupteigentümer, der österreichischen Familie Kaufmann. Der finanzielle Umfang des Deals bleibt geheim, er dürfte aber im unteren dreistelligen Millionenbetrag liegen.

Leica bekommt durch den Einstieg des Investors Blackstone eine neue Wachstumsperspektive. Die deutsche Marke soll künftig auch in China, Südamerika und dem Nahen Osten mehr Kunden finden, sagte Großaktionär und Aufsichtsratschef Alexander Kaufmann. Dazu sollen eigene Läden beitragen: Ihre Zahl soll von bislang 63 auf 200 steigen.

Zudem kündigte Leica neue Produkte an. Vor allem bei Systemkameras, also Geräten mit auswechselbaren Objektiven, sieht der Hersteller Wachstumsmöglichkeiten. "Wir haben konkrete Projekte und Investitionen vereinbart", sagte der deutsche Blackstone-Chef Axel Herberg. Durch den Deal werde das Unternehmen nicht mit Schulden belastet, der Kauf des Anteils von 44 Prozent erfolge über eigenes Kapital. Blackstone und Altinvestor Kaufmann wollen Leica gemeinsam bei neuen Projekten finanziell unterstützen. Zum Einstieg wird es allerdings noch keine Kapitalerhöhung geben. Blackstone erhält einen Sitz im Aufsichtsrat.

Umsatzziel für 2016/17 ist eine Verdopplung auf 500 Millionen Euro. Dazu baut Leica derzeit zwei neue Produktionslinien in Portugal und in Wetzlar auf. Zudem bleibt die Kooperation mit Panasonic bestehen. Leica hat derzeit 1150 Mitarbeiter. Der Kamerahersteller war in die Krise geraten, weil er den Wechsel zur Digitalfotografie zu spät mitgemacht hat. Zuletzt gelang allerdings der Turn-Around: 201/11 stand ein Betriebsergebnis von 41,5 Millionen Euro bei 249 Millionen Euro Umsatz.

Blackstone war zuletzt in Deutschland beim Outdoor-Jacken-Hersteller Jack Wolfskin eingestiegen- ebenfalls ein Deal bei einem markenstarken deutschen Mittelständler.

 

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  • Ja,Erst noch Hessen abgreifen,dann den Bund.

  • Volle Zustimmung @ patkon.
    Auch ich habe mir damals eine R-SLR mit Objektiven gekauft.
    Bei Nikon hat es doch auch funktioniert.
    Verstehe nicht, wieso die kein neues R-System auflegen.
    Sony hat z. Bsp. eine Kooperation mit Carl Zeiss geschlossen. Die Alpha-Klasse kann man nun mit überragend guten AF-Objektiven von Zeiss ausstatten, welche für Besserverdiener im Vergleich zu Leica-Objektiven, durchaus noch im günstigen bezahlbaren Bereich liegen.
    Für eine lichtstarke Canon oder Nikonoptik zahle ich fast das Gleiche wie für Zeiss (z.Bsp. 1.4/85mm, 1.4/50m, 2.8/24-70mm). Ich wüsste keinen Grund mehr, wieso man als ehemaliger Leicanutzer, jetzt noch dieser Marke die Treue halten sollte?
    Natürlich kaufe ich lieber -Made in Germany-, als -Made in China/Thailand/Japan-. Man will schließlich als deutscher Arbeitnehmer den deutschen Wirtschaftsstandort und unsere inländischen Arbeitsplätze stärken.

  • da können die fed-gesteuerten schlachter wieder verantwortung und kompetenz beweisen.

    1. "kaufpreis" der firma überhelfen
    2. "berater" einschleusen
    3. knowhow, patente, sachwerte an "befreundete" firmen transferieren
    4. personal entlassen und auslagern
    5. zerschlagen und die reste pleitegehenlassen

    hab ich was vergessen?

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