Wachstumspläne für Europa
Daimler-Chrysler ist für Fuso wieder optimistisch

Der zu DaimlerChrysler gehörende japanische Nutzfahrzeugbauer Mitsubishi Fuso wird im laufenden Geschäftsjahr ein positives operatives Ergebnis erzielen. Nutzfahrzeugchef Andreas Renschler sagte, bei Fuso seien keine neuen Rückstellungen für die Beseitigung von Qualitätsmängeln geplant. Fuso musste dafür im gerade abgelaufenen Geschäftsjahr 2004/2005 (31. März) 470 Mill. Euro zurückstellen.

HB Stuttgart. Dadurch sei das Unternehmen in die roten Zahlen gerutscht, sagte Fuso-Chef Wilfried Porth. Operativ habe der Nutzfahrzeugbauer aber auch 2004/2005 schwarze Zahlen geschrieben.

Da die Mängel ausnahmslos aus der Zeit stammten, als Fuso noch zu Mitsubishi Motors (MMC) gehörte und DaimlerChrysler keinen Einfluss hatte, hatten sich MMC und DaimlerChrysler Anfang März auf Schadenersatz in Form von Barmitteln und Aktien im Wert von geschätzt etwa 500 Mill. Euro geeinigt. Dadurch konnte der Stuttgarter Autokonzern seinen Anteil an Fuso von 65 auf 85 Prozent ausbauen. DaimlerChrysler hatte 2001 den schwedischen Fahrzeughersteller Volvo als strategischen Partner von Mitusbishi Motors im Nutzfahrzeug-Geschäft abgelöst und seitdem seine Anteile immer stärker ausgeweitet.

Der japanische Nutzfahrzeugbauer will nun auch in Europa den Absatz steigern. Von dem neuen Modell des leichten Lastwagens Canter sollen rund 9100 Stück verkauft werden (plus 10 Prozent). Der Canter wird in einem Werk in Portugal von 430 Mitarbeitern für den europäischen Markt montiert. Der Canter ist das meistverkaufte Fahrzeug von Fuso und wird in Kürze auch in einer Hybrid-Version auf den Markt kommen. Zunächst nur in Japan, bei Bedarf aber auch in Europa, sagte Renschler.

Porth sagte, dass Fuso im Heimatmarkt Japan nach einem schwachen Start ins Jahr im März wieder Boden gutgemacht habe. Der Marktanteil habe bereits wieder fast 25 Prozent nach einem Rückgang auf 23,6 Prozent betragen. Außerhalb Japans habe es hohe Zuwachsraten gegeben.

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