Wachstumsprognose stabil
RWE verdient weniger

Der Energiekonzern RWE hat im ersten Quartal einen leichten Ergebnisrückgang verzeichnet. Mit den jüngsten Zahlen übertraf Deutschlands zweitgrößter Versorger trotzdem die Erwartungen der Analysten. Für das Gesamtjahr bekräftigte das Unternehmen seine Wachstumsprognose.

HB DÜSSELDORF. Der operative Gewinn und der Nettogewinn dürften gegenüber dem Vorjahr im einstelligen Prozentbereich wachsen, teilte RWE in einem Zwischenbericht mit. Bei dieser Vorhersage blieben Effekte wie Unternehmensverkäufe oder Währungseinflüsse aber unberücksichtigt.

Für das erste Quartal berichtete RWE von einem leichten Rückgang des Betriebsgewinns auf 1,95 Mrd. Euro nach 1,97 Mrd. im Vorjahr. Damit lag der Konzern in Einklang mit Analysten, die im Schnitt ein operatives Ergebnis von 1,945 Mrd. Euro geschätzt hatten.

Bereinigt um Sondereffekte wie den Verkauf der Beteiligung an Heidelberger Druck im vergangenen Jahr sei der Betriebsgewinn um sieben Prozent gestiegen. Die Effekte macht RWE auch für den Rückgang des Konzernumsatzes auf 11,0 (2004: 12,2) Mrd. Euro verantwortlich. Bereinigt um Sondereffekte und Währungsschwankungen sei der Umsatz um acht Prozent gestiegen.

Unter dem Strich blieb Deutschlands zweitgrößtem Versorger nach E.ON ein um fünf Prozent auf 975 Mill. Euro gestiegener Nettogewinn. Zur Begründung verwies RWE auf das durch den Schuldenabbau verbesserte Finanzergebnis. Die Nettoverschuldung ging den Angaben zufolge bis Ende März gegenüber dem Jahresende 2004 um 810 Mill. Euro auf netto 11,6 Mrd. Euro zurück.

An der Börse stieg die RWE-Aktie zum Handelsauftakt im Deutschen Aktienindex um 0,3 Prozent auf 46,80 Euro.

Ergebnisrisiken sieht RWE in womöglich steigenden Brennstoffkosten und der bevorstehenden Regulierung der Strom- und Gasnetze in Deutschland. Dem stünden positive Entwicklungen im Energiegeschäft auf dem europäischen Kontinent und im britischen Wassergeschäft gegenüber.

RWE kündigte eine Aufstockung der Sachinvestitionen auf eine Größenordnung von vier Mrd. Euro an. 2004 hatte RWE 3,4 Mrd. Euro in Sachanlagen investiert. Eingesetzt werden soll das Geld vor allem für die Modernisierung von Kraftwerken und Netzen in Deutschland und im Wassergeschäft in Großbritannien.

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